9. Juli 2024   Start mit den Rädern von München nach Paris zur Olympiade

vom 26. Juli - 11. August 2024 Aufenthalt in Paris (16 Tage olympische Spiele)

am 1. September 2024 wieder zurück in Fürstenfeldbruck



Die Reise geht am 9. Juli 2024 los!


12 Tagesetappen von Fürstenfeldbruck bis Paris: insgesamt 904 km
16 Tagesetappen von Paris zurück nach FFB: insgesamt 1230 km



Sonntag, 1. September 2024
Trunkelsberg - Fürstenfeldbruck 101 km, 520 hm
Tachostand für die Reise FFB - Paris - FFB beträgt insgesamt 2790 km

Heute soll es nach Hause gehen. Wir haben etwa 100 km vor uns. 
Zunächst fahren wir über breite geteerte Radwege über die Felder. Dann schickt uns unser Navi mal wieder durch den Wald über steinige Wege. Christiane denkt laut über einen Generalstreik nach. Dafür sind wir aber schon zu weit gefahren. Nach etwa 3 km treffen wir wieder auf eine Straße und kommen schließlich nach Mindelheim. Hier gibt es eine erste ausgiebige Pause im Café Sisters. Eine der Schwestern backt die Kuchen und Torten selbst. Christiane gönnt sich ein Stück Stachelbeersahnetorte und Bananeneierlikörtorte. Die Gelenke müssen ja gut geschmiert sein.
Weiter fahren wir auf einem Radweg entlang der Landstraße und kleinere Nebenstraßen nach Kaufering zum Lech. Dort packen wir alle Vorräte aus und essen und trinken das meiste, was wir noch dabei haben. Hinter der Brücke geht es nämlich nochmals bergauf. Von dort nehmen wir die Radstrecke über Kaltenberg und Moorenweis und kommen gegen 17:00 Uhr in Fürstenfeldbruck an.
Unsere diesjährige Fahrradreise ist damit zu Ende. 
Wir sind sehr dankbar, dass wir unfallfrei und ohne größere Pannen wieder zu Hause sind. 
Wir danken auch allen, die uns virtuell auf unserer Reise begleitet und unseren Blog verfolgt haben. 





die letzte Tagesetappe: wir starten schon 9:20 Uhr!


In Mindelheim legen wir eine Pause ein


Im mittleren Haus befindet sich das Café Sisters, 
wo Christiane 2 Tortenstücke isst :-))


Altstadt von Mindelheim


zwischen Mindelheim und Türkheim befindet sich der Vergnügungspark "Skyline"
(aber nicht für uns, wir hatten auf unserer Fahrradreise schon genügend Spaß) 


in Kaufering überqueren wir den Lech und legen eine zweite Pause ein-
hier räumen wir unsere Taschen leer



zwischen Hausen und Eismerszell liegt die Landkreisgrenze Fürstenfeldbruck


Samstag, 31. August 2024
Isny - Trunkelsberg :  52 km,  320 hm  
Übernachtung in einem "ruhigen gemütlichen Ferienzimmer mit 2 Einzelräumen"
sonniges Wetter, max 28 Grad

Wir treffen uns mit Renate zum Frühstücken in der Bäckerei Mayr in Isny. Die ganze Innenstadt ist mittlerweile verkehrsfrei, denn die Bundesstraße führt schon seit einigen Jahren durch einen Tunnel unter der Stadt durch. Inzwischen hat sich auch der Marktplatz versuchsweise  in einen großen Biergarten verwandelt. Isny strahlt Gemütlichkeit aus. 
Wir besuchen noch das  Espantor, die Stadtmauer, den kleinen Fluss und die beiden Weiher und sind ganz begeistert, wie schön sich Isny von der Lage und der Stimmung her in Szene setzt. 
Unsere Fahrt führt uns noch zum Waldfriedhof nach Neutrauchburg und von dort über Nebenstraßen nach Leutkirch. Hier schieben wir uns durch eine Baustelle und machen eine Kaffee- und Kuchenpause, bevor es weiter geht in Richtung Memmingen. Unser Navi schickt uns zunächst über Kies- und Wiesenwege bis wir eine Nebenstraße erreichen. Hier geht es entspannt ohne viel Autoverkehr weiter. An einer Kneippanlage gibt es einen Stopp. Eine kühle Quelle fließt in das Wasserbecken, das wir im Storchenschritt umrunden. Die Füße, die von uns ja sehr gefordert werden, fühlen sich anschließend gut erholt an. 
Nun ist es nicht mehr weit bis Memmingen. Hier ist Stadtfest. Wir treffen auf eine lustige Rentnergruppe und verspeisen die angebotenen Kässpätzle. Die letzten Kilometer  nach Trunkelsberg führen noch einen Berg  hinauf, wo wir die heutige Fahrt in unserem Quartier beenden. 




Isnyer Altstadt, Fußgängerzone (Foto oben und unten)



Espantor mit Musikantenskulptur 


alte Stadtmauer aus dem 13. Jh (Foto oben und unten)



Leutkirch: Rathaus


Leutkirch: Fachwerkhaus in der Fußgängerzone


ein Teilstück unserer heutigen Etappe führt auf einer Sandpiste durch den Wald



wir überqueren die Iller bei Ferthofen ...


...  es ist gleichzeitig der Übergang nach Bayern


Kneipp Anlage bei Volkratshofen


Seerosen im Weiher neben der Kneipp Anlage


Altstadt von Memmingen


Memmingen: Altstadtfest auf dem Marktplatz


Freitag, 30. August 2024
Immenstaad am Bodensee - Isny :  69 km,  770 hm  
Übernachtung im Zentrum von Isny in einer privaten Unterkunft
sonniges Wetter, max 29 Grad

Zum Abschied schwimmen wir noch einmal am Morgen im spiegelglatten Bodensee bevor wir aus unserem schönen Campingplatz auschecken. Über die Fahrradstraße und Radwege geht es weiter nach Friedrichshafen. Dort verlassen wir den Bodensee und fahren nach Tettnang. Nun wird die Radstrecke nach Isny hügelig, denn Isny liegt auf ca. 750 m ü.NN. Auf der Anhöhe hinter Tettnang sieht man gerade noch den Bodensee und das gegenüberliegende Ufer in der Schweiz, in der Ferne aber schon die Alpen mit der vorgelagerten Nagelfluhkette. Die Aussicht auf die Alpen begleitet uns auf unserer Radreise ins Allgäu. Nach dem Hopfenanbaugebiet wird es immer grüner und die Wiesen und Kuhweiden dominieren. Einige steile Passagen sind zu überwinden. Wir passieren einen Hof, der Brennholz herstellt und können die Säge- und Spaltmaschine beobachten. 
In Wangen gibt es einen Eiskaffee und eine kühle Holunderlimonade. Von dort fahren wir über Radwege nach Isny.

 

Komoot in 2 Teildarstellungen der Tagesetappe (durch Absturz notwendig)


wir verabschieden uns in Friedrichshafen vom Zeppelin ...


... und von den vielen Apfelplantagen


Blick auf Tettnang und Bodensee (im Hintergrund)


nach 30 km eine Esspause in der schattigen Haltestelle 


Christiane zwischen Birnen und Hopfen


Holzscheit Maschine: 1. Baumstamm wird durchs Förderband ans Sägeblatt geschoben
2. Baumscheibe kommt übers Förderband in den Spalter


3. der Spalter zerstückelt die Baumscheibe in kleine Holzscheite
4. die Holzscheite werden über ein Förderband abtransportiert


Wangener Rathaus


Wangener Fußgängerzone


Wangener Stadttor


Christiane und ihr geliebtes Allgäu


am Horizont kündigt sich Isny an (links sind die Kirchtürme zu sehen)



Donnerstag, 29. August 2024
Immenstaad: Ruhe- und Badetag  
Campingplatz Schloss Kirchberg
Service an den Fahrräder durchgeführt, 14 km Besichtigungstour

Wir nutzen das tolle Wetter und genießen die Campingplatz Liegewiese und schwimmen im herrlichen Wasser des Bodensees. Helmut radelt nach Immenstaad und erledigt Einkäufe, interviewt einen Riese&Müller Fahrradhändler zum Problem der E-Motor-Kupplung und genießt im Hafenbereich sein Eis.
Christiane hat einen Waschnachmittag eingelegt und liest.



Christiane in ihrem Element


Schloss Hersberg


Immenstaad: Anlegesteg mit Brunnen


altes Segelschiff "Lädine" steuert mit Motor den Hafen von Immenstaad an 



andere Segler lassen ihre Boote bei Flaute im Hafen


unser Zeltplatz


Mittwoch, 28. August 2024
Stein am Rhein - Immenstaad :  67 km,  320 hm  
2 Übernachtungen auf dem Campingplatz Schloss Kirchberg
Sonniges Wetter mit max 28 Grad

Wir frühstücken in der Jugendherberge: Es gibt sogar BioBircherMüsli und gutes Brot und Obst. Der Nebel hängt noch etwas über dem Land als wir losfahren. 
Wir haben uns dafür entschieden nicht über Konstanz zu fahren und die Abkürzung mit der Fähre wegzulassen. Es geht über schöne breite geteerte Radwege durch die Felder. Von den Hügeln können wir weit über das Land blicken. Die Berge in der Ferne liegen noch im Dunst. 
Unser Weg führt zur Nordseite des Bodensees über Böhlingen und Moos, dann durch die Radolfzeller Aachmündung nach Radolfzell. Dort legen wir eine kleine Esspause vor dem Metzger ein und essen eine herrlich ungesunde Leberkässemmel. Welche Freude, als wir den großen See rechts im Hintergrund erblicken.  Auf der linken Fahrbahnseite ragen steile Felswände in die Höhe. Vermutlich musste der Berg vor langer Zeit der Straße und der Bahntrasse Platz machen. 
Den Zeltplatz haben wir heute morgen vorreserviert. So können wir in aller Ruhe die alte Meersburg anschauen, die sich über der Stadt erhebt mit den Waffen und Ritterrüstungen, dem Backofen und der Küche, dem Brunnen, der Folterkammer und dem Verlies. Diese Burg wurde nie militärisch eingenommen.
Die berühmte deutsche Dichterin Annette Droste von Hülshoff hat viele Jahre hier gewohnt und gearbeitet.
Im Café gegenüber direkt vor dem neuen Schloß gibt es noch einen Eiskaffee. Wir erreichen den Campingplatz gerade noch während der Öffnungszeit. 
Helmut kauft ein. Es gibt wieder Eintopf, denn es passt nur ein Topf auf unseren Gaskocher, dieses Mal mit Kartoffeln, Lauch, Karotten, Paprika, Tomaten mit Schinken. Den Salat essen wir als Vorspeise, während die Suppe kocht. 
Morgen bleiben wir auch noch hier und genießen den schönen See.





viele Obstbäume: wir nähern uns dem Bodensee 


auch der Radverkehr nimmt stark zu ...


Altstadt von Überlingen


Kloster Birnau und Tageszentrum im Schloß Maurach


wir nähern uns Meersburg - die Fähren (Konstanz-Meersburg)  
sind im Hintergrund zu erkennen


Meersburg , Helmut und Bananenpflanzen im Garten des Hotels "starker Mann"


die alte Meersburg, 7. Jh erbaut


am Eingang der Burg steht links die Büste von Hülshoff 


Marktplatz von Meersburg


das sogenannte "neue Schloß" von Meersburg


der Eingang der alten Burg 


Droste Hülshoff Zimmer - hier ist sie im Jahr 1848 gestorben



alte Harfenmusik in der Burg 


Blick aus der Burg auf die Altstadt und Kirche


irgendwann haben wir den Ausgang wieder gefunden :-))


wir spazieren durch die Oberstadt ...


... und schlendern langsam hinunter zum See zu unseren Rädern



Dienstag, 27. August 2024
Bad Säckingen - Stein am Rhein:  90 km,  450 hm  
Übernachtung in der Jugendherberge

Heute herrscht Ostwind, das heißt für uns Gegenwind. Es geht auf dem Radweg zuerst nach Waldshut und Tiengen zwischen der Bahnstrecke und dem breiten Rhein.
In Laufenburg überqueren wir die Brücke in die Schweiz. Von hier aus hat man gute Sicht auf den deutschen Teil der Stadt. Es gibt eine Strickaktion. Gestrickte schweizer und deutsche Fahnen wehen von der Brücke, Hydranten sind umstrickt und sogar ein Fahrrad sehen wir geschmückt mit Wolle.

Unsere Radstrecke ist heute sehr abwechslungsreich. Sie verläuft durch Feld und Wald und an Rheinzuflüssen entlang.
Auf einer Bank am Wegrand machen wir Pause und essen unsere Vorräte. Die Jugendherberge in Stein am Rhein hat zugesagt. Das sind nun noch etwa 60 km, aber wir freuen uns, dass das Zelt nicht ausgepackt werden muss.
Unser Weg wechselt - oft ohne dass wir es gleich merken - zwischen Deutschland und der Schweiz. In Neunkirch, einem Schweizer Dorf vor Schaffhausen, besuchen wir ein Café, in dem schon viele ältere Damen sitzen und gönnen uns einen Käsekuchen. Eine Dame setzt sich zu uns, die eine gehbehinderte ältere Frau aus dem Altenheim ausführt. Wir erzählen von unserer Reise und sie berichtet von dem großen Vespatreffen, das sie am vergangenen Wochenende in Schaffhausen mit organisiert hat. 

Die Pause stärkt die Kräfte für die restliche Strecke durch Schaffhausen zum Rhein hinunter. In Gailingen am Rheinpark ist baden in dem breiten Fluss erlaubt. Der Rhein ist hier sehr klar und macht einen sehr sauberen Eindruck. Christiane versucht gegen den Strom zu schwimmen. Sie muss alle Kräfte aufbieten und kommt trotzdem nur millimeterweise vorwärts. Es ist sicher auch lustig, sich mit der Strömung treiben zu lassen. Aber das steht heute nicht mehr auf dem Plan. 

Der Radweg verläuft nun einige Kilometer auf Schotter und führt durch den Wald. 

Schließlich kommen wir gut in der Jugendherberge in Stein am Rhein an. Hier übernachtet außer uns noch eine 7. Klasse aus St. Gallen mit 2 Lehrerinnen.
Wir fahren noch ins Städtchen zum Essen und bewundern die reich bemalten Fassaden der alten Häuser. 




Rathaus von Stein am Rhein


Fahrradladen & Café


Fußgängerzone (leider gegen 21 Uhr schon halbdunkel)


Hundebad


Rheinuferpark Gailingen mit Schwimmeinstieg


Kürbisse gefällig?


Blick von Gailingen auf Diessenhofen


Weingut Schloss Rheinburg



Stadttor von Neunkirchen




Laufenburg






Montag, 26. August 2024
Bad Säckingen - Ruhetag

Christiane besucht das Thermalbad Aqualon, das mit dem Heilwasser von Bad Säckingen gespeist wird. Da kann sie die Muskeln massieren lassen und im Dampfbad entspannen.
Helmut schaut sich das Schloß mit Garten, die Holzbrücke, das Fridolin Münster und die Fußgängerzone von Säckingen an. Abends essen wir gemeinsam im Restaurant am Münsterplatz.


Gallusturm am Rheinufer


längste überdachte Holzbrücke Europas (seit 1979 nur für Fußgänger und Radfahrer)
Sie ist 204 m lang und verbindet Säckingen mit Stein in der Schweiz.


Rückseite des Schlosses Schönau mit Ecktürmen


Diebsturm, integriert in der Schloßmauer


Vorderseite des Schlosses Schönau - die Ecktürme wurden im 20.Jh abgerissen.
Der Schlosspark ist mit alten Bäumen und hübschen Blumenbeeten verziert


Spaziergang über die Holzbrücke, die urkundlich zuerst 1272 erwähnt wurde und 
durch Kriege zerstört und etlichen Überschwemmungen weggespült wurde. 
Sie wurde immer wieder aufgebaut und Holzstützen durch Betonpfeiler ersetzt.


Blick von Stein /Schweiz auf Bad Säckingen


in der Mitte des Rheins (und der Brücke) befindet sich die Grenze


Fridolinsmünster mit barocker Verzierung im Innenraum (Foto oben und unten)
14. Jh erbaut (romanisch und nach Brand gotischer Stil)



Schmales Haus aus dem Jahr 1600
die "Fuchshöhle" beherbergt ein Restaurant.
 Die Fassade ist im historischen Stil bemalt







Sonntag, 25. August 2024
Mulhouse (Mülhausen) - Bad Säckingen:  79 km,  260 hm 
2 Übernachtungen im Hotel Villa Martino - zum Hirsch

In der Nacht gab es ein starkes  Gewitter -  es regnete mehrere Stunden. Am Sonntagmorgen scheint wieder die Sonne.Wir fahren zum Marktplatz von Mulhouse und schauen uns das farbenprächtige Rathaus und die geschlossene evangelische Kirche an. Eine Läufergruppe joggt durch die Stadt und versäumt nicht, sich lachend am Springbrunnen abzukühlen. 
Unsere Radreise geht weiter auf dem EV6. Die ersten 20 Kilometer am sehr breiten Rhein-Rhone Kanal, dann teilt er sich in kleinere Läufe. Hier stoßen mehrere Europaradwege (EV5, EV6 und EV15) aufeinander , 
Es geht auf gut befestigten Sandwegen weiter. Links und rechts des Radwegs fließt Wasser, es bildet sich ein Feuchtgebiet - ideal für Flora und Fauna. Diese Gegend wird Camargue d´ Alsace genannt. Die Bäume auf beiden Seiten werden immer dichter, so dass wir manchmal durch einen Blättertunnel fahren. 
Bei Kilometer 35 stoßen wir auf den Ort Huninque. Hier gibt es eine Wildwasseranlage, auf der Kinder und einzelne Erwachsene  mit ihren Kajaks trainieren und auch mal eine Eskimorolle ausprobieren. Manche schwimmen auch einfach mit einer Schaumstoffunterlage für den Oberkörper und Flossen an den Füßen den Wildwasserkanal hinab. 
Wir setzen uns auf eine Bank und beobachten den wilden Fluss mit den jungen Sportlern, als uns ein französisches Ehepaar aus dem Elsass auf deutsch anspricht. Sie setzen sich zu uns und wir unterhalten uns lange und lachen viel. Sie sind komplett zweisprachig und sprechen zu Hause ein Gemisch aus deutsch und französisch.
Die Zeit vergeht - oh, nun ist es halb vier und wir wollen ja noch nach Bad Säckingen. 
Wir überqueren die große Dreiländer-Brücke über den Rhein und kommen nach Weil am Rhein, für uns die erste Stadt in Deutschland. Hier steuern wir das nächste Café an und essen Apfelkuchen mit Sahne. Das haben wir in Frankreich lange vermisst. Die weitere Fahrt geht am Rhein entlang in Richtung Basel, wobei wir wieder für einige Kilometer in der Schweiz landen, ohne den breiten Strom nochmals zu überqueren. 
Es ist Sonntag- an der Basler Uferpromenade ist ordentlich was los! Hier sind überall Cafés und Biergärten, an denen wir nun aber vorbeiradeln. Zurück in Deutschland geht es durch Rheinfelden mit seinem großen Elektrizitätswerk, das die Wasserkraft nutzt und einem Umspannwerk, dessen Funktion auf mehreren Tafeln erklärt wird. Zum Lesen haben wir aber keine Zeit mehr. Christiane erinnert sich an die Laufstrecke des Triathlons, der hier früher stattfand. Sie hat hier zwei Mal an der Mitteldistanz teilgenommen. Geschwommen wurde im Rhein von einer Insel aus, die wir auch passieren, zum Ufer auf der deutschen Seite. Man musste aufpassen, rechtzeitig zum Ausstieg zu steuern, um nicht von der starken Strömung abgetrieben zu werden.
Der Weg durch die Schweiz wäre drei km kürzer, aber insgesamt auch gebirgiger. Wir entscheiden uns für den längeren Weg in der Erwartung, dass er am Ufer entlang führt und deshalb weniger Steigungen zu bewältigen sind- aber weit gefehlt. Der Weg ist zwar weiter, führt aber immer wieder vom Ufer weg und kurze steile Anstiege zur Hauptstrasse hinauf. Christiane schafft alle Steigungen im kleinsten Gang, hat aber schon manchmal Angst hintenüber zu kippen. Aber die vorderen Satteltaschen haben ja auch genügend Gewicht. 
Um 19:00 Uhr kommen wir im Hotel in Bad Säckingen an. Wir essen später in dem sehr guten und voll besetzten Restaurant, das zum Hotel gehört. Der Chef hat nun etwas mehr Zeit und erzählt, dass er mit dem Hotel und einem zweiten Restaurant in Waldshut schon 40 Angestellte hat. 





Rathaus von Mulhouse (Mülhausen)


Saint Etienne 


Mulhouse: EV6 Radweg am Rhone-Rhein Kanal


der Reiher beobachtet seine Umgebung


Stau am EV6: wir haben 6 Hunde an den Leinen gezählt ...


zwischen Niffer und Kembs fließt der Rhone-Rhein Kanal in den Elsass Kanal


großes Mini-Treffen am Campingplatz: 150 Minis mit ca 300 Teilnehmern



in diesem Gebiet des Elsass´ treffen drei Radfernrouten zusammen


Ausstellung großer Plakate mit Tieraufnahmen am Kanal
(Fotograph Alain Balestreri: Fotos oben und unten)




Helmut hat sich mit einer Libellen Nahaufnahme versucht...



Christiane an der Vögel "Beobachtungsstation"(ohne Vögel:-))


interessante Regenschirm Konstruktion am Fahrradlenker


Christiane mit Rad aber ohne Regenschirm :-)


Parc des Eaux vives (Wildwasserpark) in Huninque


nettes Plaudern mit einem französischen Ehepaar neben dem Wildwasserkanal


Dreiländerbrücke am Rhein (Foto oben und unten)



Weil am Rhein Komoot Karte


Baseler Uferpromenade am Sonntag


Basel: Biergarten am Rhein


Rheinfelden auf der Schweizer Seite


Kunst auf der Mülltonne



Samstag, 24. August 2024
Montbéliard - Mulhouse (Mülhausen):  68 km,  150 hm aufwärts, 250 hm abwärts
Übernachtung im Lagrange Apart Hôtel

In Montbeliard schauen wir uns noch die imposante Burg (von außen ) an und besuchen den Park am Kanal. Hier haben Künstler Insekten in mannshoher Größe aus Metall nachgebaut. Es gibt auch einen kleinen Tiergarten mit verschiedenen Gänsearten und Enten. Wir haben für heute mit 55 km geplant und sind der Meinung, dass wir viel Zeit haben. 
Wir radeln aus der Stadt heraus und setzen unseren Weg auf dem EV6 am Kanal fort. 
Halt, wir haben kein Wasser mehr. Google maps wird zum nächsten Supermarkt befragt. Als wir beim Intermarché ankommen, ist er geschlossen. Eine Dame erklärt uns, dass der Laden schon seit zwei Jahren zu ist. Nun geht es weiter zum Aldi und wir sind endlich reisetüchtig ausgestattet. 
Vom Supermarkt auf den EV 6 zurück führt unsere Route überraschend über ein Seengebiet mit einem großen Badesee. Hier können wir natürlich nicht einfach vorbeiradeln. Schwimmen ist allerdings nur im abgegrenzten Bereich erlaubt. Da fährt gleich das Motorboot mit den Aufpassern los, als sich Christiane auf den Weg durch den See macht. Aber das Wasser ist auch innerhalb der Abgrenzung sehr schön. :-))
Nun ist es 13:30 Uhr und wir haben noch 50 km Strecke vor uns. Nach 31 Tageskilometern gibt es dann die nächste Pause, denn inzwischen meldet sich der Hunger. Auf dem Gaskocher machen wir die vom Vortag übrig gebliebenen Spaghetti warm. Wir sitzen auf einer Bank am Rhein-Rhone Kanal im Schatten und üben unsere Französischkenntnisse mit einem Rentner, der auch hier sitzt und sich über die Unterhaltung freut. In der Ferne sieht man den höchsten Berg der Vogesen, den Ballon de Guebwiller. Der Franzose sagt, dass er es nicht den ganzen Tag zu Hause aushält, sondern an den Kanal fährt und den Leuten und Schiffen zuschaut. 
Es ist nun schon 35 Grad warm. Gut, dass auf dem Fahrrad immer ein Fahrtwind für Abkühlung sorgt. Wir kommen an vielen Schleusen vorbei, den sogenannten Schleusenkaskaden, die die Wasserhöhe aufs Niveau vom Rhein anpassen sollen.  Für 110 Höhenmeter werden in diesem Gebiet 40 Schleusen benötigt. Wir freuen uns, denn es geht bergab und der Wind weht überwiegend von hinten. 
Eine Pause im Restaurant "Aux 100 Pates" am Wegesrand bei Dannemarie muss aber auch noch sein. Hier gibt es kühle Getränke und gutes Eis. 
Am Abend sind wir aber doch geschafft und froh, als wir in unserem Aparthotel ankommen.





Montbéliarder Schloß


Parc du pres la Rose in Montbeliard


Insekten-Kunstwerke im Park - hier eine Fliege mit Helmut


Insekten-Kunstwerke im Park - ein Schmetterling ohne Helmut und Christiane :-)


Insekten-Kunstwerke im Park - hier eine Ameise mit Christiane


Reiher im Kanal 


Serie verrückte Automaten  (den Baguette und Pizzaautomaten hat Helmut ja schon vorgestellt): 
neben dem Supermarkt stehen im Freien die Waschmaschinen und Trockner


rote Linie: unser Umweg zum Supermarkt und Badesee
dünne violette Linie: die eigentliche EV 6 Route am Kanal


Badesee Paquis im Naturreservat neben der Autobahn :-)
... lasst euch nicht von der knappen Badehose auf dem roten Handtuch ablenken!


20 km vor unserem Tagesziel Mulhouse 
Le Relais Nautique: Port de Plaisance de Dannemarie im aufgestauten Kanal


lustiger Wegweiser: Nantes 1280 km, Budapest 1570 km auf dem EV 6


Eispause mit Radler für Radler am Kanal im Restaurant "Aux 100 Pates"


steinernes Wegekreuz aus dem Jahr 1774


Bibliothek am Kanal mit deutschen und französischen Büchern


Es soll Gewitter geben - wir freuen uns auf ein gemütliches Bett im Apart Hotel


Freitag, 23. August 2024
Besançon - Montbéliard:  89 km,  300 hm 
Übernachtung im Appartement Le Lionceau  (das Löwenbaby)

Wir verfolgen den EV6 weiter zunächst am Kanal und später am Fluss Doubs. Der breite Fluss glitzert in der Morgensonne. Das Wasser ist tief grünblau, aber Baden ist überall verboten. 
Wir kommen an einer Recyclingfirma vorbei, die Altpapier zu Kartons weiterverarbeitet. Sie verwenden dazu Abwasser und erklären für die Radler alles auf einer Tafel. Weiter geht es fast immer am Wasser entlang. Einen steilen Anstieg gilt es abseits des Flusses zu überwinden, aber meistens ist es flach. Auf beiden Seiten des Flusstals erheben sich hohe Berge, teilweise Felswände. 
Eine Picknickaerea nutzen wir für eine ausgiebige Pause und essen alles, was wir noch dabei haben. 
In Isle sur le Doubs ist der Fluss ganz klar. Man kann metertief ins Wasser schauen und sieht die großen Fische schwimmen. Hier gibt es einen Bäcker, der selbst Eis herstellt, das wir mit Genuss verzehren. 
In Montbeliard fahren wir in die Stadt hinein, um für das Abendessen einzukaufen. Wir kommen direkt am Schloß Montbeliard vorbei. Eine Umleitung führt uns danach um eine Kinderanimationszone herum.  Hier können die Kinder mit Helmen auf dem Kopf auf Baggern und Raupen sitzen und Baustelle spielen. Dafür gibt es auch noch einen großen Sandhaufen, der auf die Straße geschüttet wurde. 
Wir kommen vor dem Hochaus an, in dem wir unser Quartier gebucht haben. Nun geht aber erst mal die Sucherei los: In welches Stockwerk, welche Nummer, dann den Code für den Schlüsseltresor. 
Drinnen stellen wir fest, dass keine Reinigung durchgeführt wurde, die Betten nicht bezogen und keine Handtücher da sind. Der Vermieter schickt um 19 Uhr einen Vertreter der Putzfirma, der alles erledigt.
Nun können wir kochen und essen. Gegen 21 Uhr schreiben wir noch den Blog und haben dann FEIERABEND !
Der sonnige Tag mit max 27 Grad war sehr schön und die Tagesetappe parallel zum Fluß Doubs auf dem EV6 ist sehr zu empfehlen!




9:30 Uhr: Zeit für die Abreise! Noch schnell das Zelt zusammenlegen ...
(die Innenseite des Zeltes ist noch nicht ganz trocken - egal, kann später in die Sonne gelegt werden) 


 der Radweg EV 6 ist heute sehr abwechslungsreich 
und bietet schöne Landschaften und Städte


eine Papierfabrik gehört nicht zu den Highlights, 
aber eine Erklärung zur Verarbeitung von einem MA zu erhalten ist interessant! :-)


EV6 Tagesetappe: ein Radlgenuß !


selten sehen wir Restaurants am Kanal bzw Fluß -  dieses ist gut besucht!



eine Flußschleife kündigt sich an - 
der Verlauf wird durch die gebirgige Landschaft vorgegeben


so nahe an der Felsenklippe zu bauen ist sehr mutig (oder dumm)


schön gelegener Campingplatz auf der gegenüber liegenden Flußseite


Ort  "Pays de Clerval" an der Doubs


Informationstafel am EV 6


wozu dient dieses Häuschen? Busse gibt es nicht!
Nett ist der Spruch: "Alle mit dem Fahrrad" 


Ort l´ Isle sur le Doubs


nachdem ich euch schon einen Baguette Automaten vorgestellt habe,
folgt heute der Pizzaautomat! Guten Appetit :-(


l´ Isle sur le Doubs: Fahrrad-Kunstwerk aus Rahmen und Laufrädern im Kreisverkehr,
dahinter sieht man eine Schule


Rennradler aus Freiburg: von diesem Herrn gefiel Helmut das T-Shirt sehr gut


Montbeliard mit Schloß


Blick aus unserem Appartement Hochhaus



Donnerstag, 22. August 2024
Besançon Besichtigung : 23 km,  400 hm 

Heute ist Waschtag und Lesetag für Christiane und ein Besichtigungsnachmittag der Zitadelle für Helmut.
Es ist ein sonniger aber im Schatten sehr kühler Tag - wir spüren Halskratzen (Helmut) und leichte Kopfschmerzen (Christiane) und haben deshalb einen Erholungstag eingelegt. 
Die Nachttemperatur sinkt auf 12 Grad - warme Kleidung im Schlafsack ist sinnvoll :-)) 

Details über die Burg könnt ihr im Internet oder im folgenden Blog nachlesen:
herbertradl2024.blogspot.com
René hat die Beschreibung verfasst unter dem 28. Mai 2024



Tunnelöffnung unter der Burg


zufällig trifft Helmut ein Touristenboot im Tunnel


schöner Blick auf die Zitadelle


Helmut hat den roten Weg gewählt und stand vor einer verschlossenen Pforte oben bei der Burg.
Ein zweiter Versuch über die blaue Linie war erfolgreich.


Kathedrale Saint Jean


Orgelfoto für Michael S.


mehrere Schutzwälle umgeben die Zitadelle - sie gilt als uneinnehmbar


Blick auf Besançon und den Fluss Doubs


vom Schutzwall hat man eine Panoramasicht auf die flußumsäumte Stadt


dieser sogenannte Königsturm bot den Wachen Sicht auf den Wall und die Stadt


Innenleben der Zitadelle: Museen, Zoo, Denkmal etc


das ist ein Denkmal für die 100 erschossenen Widerstandskämpfer 
in der Zitadelle durch die Nazis (Foto oben und unten)



Besançoner Rathaus in der Innenstadt (Fußgängerzone)


Mittwoch, 21. August 2024
Dole - Besançon: 63 km,  370 hm 
2 Übernachtungen auf dem Campingplatz Besançon Chalezeule

Bei Christiane stehen heute 12 km Laufen auf dem Plan. Das verzögert die Abreise entsprechend. Gut, dass wir keine lange Tour geplant und nichts vorgebucht haben. 
Wir bleiben auf dem EV6. Der Kanal separiert den Fluss Doubs, damit die Schiffe die Höhenunterschiede durch eine Schleuse überwinden können. Der Fluss hat an diesen Stellen Wasserfälle über die gesamte Flussbreite. Bei den Seen am Dorf Osselle essen wir etwas. Hier gibt es einen "Strand" und schwimmen im See ist erlaubt. 
In Besancon übernachten wir auf dem Campingplatz Chalzeule- 5 km außerhalb der Stadt gelegen. Nun wird es nachts doch schon empfindlich kalt. Morgens steht der Nebel über dem Platz. Wir machen einen Tag Pause und besuchen die Burg, die hoch über der Stadt trohnt.



(plus 10 km, da Komoot Absturz)


wir verabschieden uns vom Campingplatz Pasquier in Dole


... und treffen auf ein Klettergebiet parallel zur Doubs


wir bewundern die Kletterkünste


dort, wo das Gefälle der Doubs zu steil und das Wasser zu flach wird, 
ist der Rhônekanal zur Stelle - hier führt der Radweg zwischen Fluß und Kanal entlang


alter Wasserspeicher, heute als Mast für Mobilfunkantennen gebraucht


es gibt einige Wassertreppen im Fluß,
 deshalb benötigt die Schifffahrt wieder den Kanal (vorne im Bild)


auf der gegenüberliegenden Flußseite liegt Schloß Roset-Fluans


eine der vielen Flußschleifen - hier aber mit einigen Seen, 
die Strand und  Bademöglichkeit bieten


... das lässt sich Christiane nicht zweimal bieten! 
Es werden einige Schwimmrunden gedreht


See Osselle mit Kiesstrand und relativ klarem Wasser


hier verschwindet der Kanal in einem Tunnel ...


... auf der anderen Seite wartet eine Dusche auf die Bootsfahrer 


alte Burgruine am Fluß - wo ist der Loreleyfelsen?


wir nähern uns Besançon - viele Radler kommen uns entgegen


Besançon liegt in einer Flußschleife der Doubs


die Burg von Besançon ist schon von weitem zu erkennen


doch zunächst durchqueren wir in einem Tunnel das Gebirgsmassiv


... und erreichen dann die Innenstadt (heute nur für Einkäufe)



Dienstag, 20. August 2024
Dijon - Dole: 72 km,  190 hm bergauf, 230 hm bergab :-)
Übernachtung auf dem Campingplatz Pasquier

Wir verlassen Dijon und fahren weiter am Kanal Bourgogne der zunächst in den Fluss Saône und später als Kanal Rhône in den Fluß Le Doubs mündet. Eine Hinweistafel wirbt für das nahegelegene alte Schloss Longecourt. Erst mal radeln wir in die falsche Richtung, dann geht es aber zurück in das Dorf, wo wir das - etwas renovierbedürftige Schloss aus dem 13. Jh, das von einem Wassergraben umgeben ist, antreffen. Helmut ist begeistert und macht einige Fotos.
Heute sind wieder viele Radtouristen auf dem EV6 unterwegs. Dieser internationale Radweg führt vom Atlantik zum Schwarzen Meer. Wir überholen eine französischen Familie mit vier Kindern. Alle Kinder fahren selbst mit den Fahrrädern, auch die kleinste, die 4 oder 5 Jahre alt ist. Jeder hat einen Rucksack auf dem Rücken. 
Wir treffen sie wieder, als wir Pause machen und später an einer gesperrten Teilstrecke, als Route barré bezeichnet. Hier liegt eine Fabrik direkt am Kanal und die Durchfahrt ist "formellement interdite". Es wird diskutiert, was zu tun ist. Die Mutter der Kinder erklärt mir, dass formellement heißt, dass es auf alle Fälle und absolut verboten ist, weiter zu fahren. 
Daran halten wir uns natürlich, drehen um und umfahren das Gebiet großräumig (was auch offiziell so ausgeschildert ist).






Graffiti am Brückenpfeiler am EV 51 Radweg


Ausflugsdampfer mit Präzision in den Schleusenkanal gefahren


Hausboote am Burgunder Kanal


Einfahrt zum Schloß Longecourt


Schloß Longecourt aus dem 13 Jh., früher Jagdtreffpunkt der Herzöge,
Wiederaufbau aus Ziegelbau im 15 Jh.


gut bewacht von 2 Hunden und geschützt durch einen Wassergraben


Canal Bourgogne mündet in der Saône bei St. Jean de Losne


einige Kilometer später zweigt unser Radweg auf den EV 6,  
der hier parallel zum Rhonekanal verläuft (Foto unten)


Achim aus Saarbrücken mit seinem Wohnanhänger,
er steuert den gleichen Campingplatz an wie wir



am Rhonekanal treffen wir plötzlich Achim mit seinem Wohnanhänger wieder


wir erreichen die Stadt Dole - René und Helmut waren hier Ende Mai, 
als sie aus Spanien kamen 
und den Rhoneradweg über Lyon und später an der Doubs über Besancon bis zum Rhein nahmen


Schloß in der mittelalterlichen Stadt Dole



Dole: Kirche Notre Dame (Fotos oben und unten)




Campingplatz Pasquier in Dole


auf dieser Karte sieht man den Übergang vom Kanal Burgund
auf den Fluß Saône und den Kanal Rhone-Rhein


Montag, 19. August 2024
Dijon Besichtigung

Wir können von unserem Appartement zu Fuß in die Innenstadt gehen und den Pfeilen, die am Boden markiert sind, folgen. Es gibt einige große Kirchen u. a. die Kirche St. Michael, die besonders der heiligen Elisabeth der Dreifaltigkeit gewidmet ist. Sie trat Ende des 19. Jahrhunderts im Alter von 21 Jahren gegen den Willen ihrer Eltern in den kontemplativen Orden der Karmeliterinnen ein, der 14 km von Dijon entfernt liegt. Sie gilt als Mystikerin und hat mehrere Schriften verfasst. Sie starb im Alter von 26 Jahren. Wir bewundern die Fachwerkhäuser und eine Ausgrabungsstätte von Siedlungsresten aus dem 3. Jhd. vor Christus. 
In der Stadt spielt in der Fußgängerzone eine virtuose Musikgruppe mit 2 Gitarristen (Franzosen) und einem Saxophonisten (Italiener). Durch die hohen Häuser in der Umgebung herrscht hier eine gute Akustik, so dass auch das Solo des Gitarristen und die Improvisationen des Saxophonisten gut zu verstehen sind.
Bei einem Cafébesuch treffen wir ein deutsches Paar, das mit dem Cabrio in Frankreich unterwegs ist und sich verschiedene Städte anschauen will. 
Wir beenden unseren Rundgang mit einem Besuch des Bioladens wo wir u. a. grüne Bohnen einkaufen, auf die wir uns heute Abend besonders freuen.




es gibt im Zentrum von Dijon viele Fußgängerzonen



Notre Dame (Fotos oben und unten)




Fachwerkhäuser und Notre Dame Rückseite


Eingang zum Haus Maillard, erbaut 1560


Dach des Hotels Aubriot, im 17. Jh Sitz des Gerichtshofes, erbaut Ende 13. Jh


Senf, Senf, Senf - wir befinden uns in der Senfstadt Dijon


restauriertes Fachwerkhaus mit Restaurant


blumengeschmücktes Haus - hier hängt nicht nur Efeu an der Fassade!


nettes Café - auf der Terrasse haben wir uns einen Wein gegönnt :-))


Dijon ist auch für Lebkuchen Produkte bekannt


schönes Fachwerkhaus


die Kleinen werden über die Schönheit der Stadt informiert


Jazzmusik, die uns zum Verweilen anregt 


Palast der Herzöge von Burgund (Foto oben und unten)



St. Michael Kirche


Sonntag, 18. August 2024
Pouilly en Auxois - Dijon: 60 km,  110 hm bergauf, 240 hm bergab :-)
2 Übernachtungen im Appartement "La Parenthèse"

Früh morgens fängt es an zu regnen. Wir frühstücken im Zelt mit Müsli und Tee und warten ab, bis mittags der Regen nachlässt. Zelt und Bodenplane müssen nass zusammengerollt und eingepackt werden. Für heute Abend haben wir in Dijon ein Appartement gebucht. Da können wir dann alles trocknen und Wäsche waschen. 
Unsere heutige Tour geht überwiegend bergab, außerdem haben wir meistens Rückenwind. 
Bei Pouilly wird der Kanal durch einen Tunnel von 3,3 km Länge geführt, der die Wasserscheide der beiden Flusstäler Yonne und Saône überbrückt. Wir fahren mit den Fahrrädern durch den Ort darüber hinweg und treffen den Kanalradweg auf der anderen Seite wieder. 
Es geht an hohen Felswänden vorbei und wir freuen uns, dass uns der Kanal unten in der Ebene entlang führt. Das mittelalterliche Schloss Chateauneuf (12. Jhdt.) grüßt erhaben von der Anhöhe.  
Ein Angler hat sich am Wochenende mit Zelt und Feldbett unter einer Brücke einquartiert. Da kann er nun Tag und Nacht angeln. 
Einige Kilometer weiter gibt es eine Anglerparty. Der Grill ist schon heiß, es fehlen nur noch die Fische. 
Wir kommen gut voran und füllen unseren leeren Eis Plastikbehälter mit reifen Brombeeren, die hier überall am Wegrand wachsen.
Vor den Stadttoren von Dijon liegt der See Kir, der zum Bootfahren und als Ausflugsort genutzt wird. Schwimmen im See ist wohl in Frankreich nicht so en Vogue - ein Badebereich ist auf der anderen Seite als Strandfläche zu erkennen. An einem sonnigen Sonntag wäre hier wohl mehr Betrieb. Wir haben heute nur bewölkte 18 Grad :-))
Am Montag ist der Besuch der Stadt Dijon geplant. Sie ist die Hauptstadt der Bourgogne (Burgund).




es regnet, Premiere fürs Frühstücken im Zelt


12 Uhr: wir verabschieden uns von Achim aus Saarbrücken 
und seinem interessanten Fahrrad Wohnwagen


der 3,3 km lange Kanaltunnel führt unter unserem Radweg entlang- 
die kleinen Türme sind Lüftungsschächte.


kurz vor dieser Brücke "taucht" der Kanal wieder auf 


der EV 51 Kanalweg führt am Schloß Châteauneuf vorbei -
wir sind spät dran und radeln ohne Besichtigung weiter :-(



Entenalarm -vorsichtiges Vorbeiradeln ist geboten


blumengeschmücktes Schleusenhaus - heute in privaten Händen


mutiger Reiher, der nicht sofort wegfliegt wenn Radler kommen


in der Ferne sieht man einen Zug auf historischer Brücke vorbeirauschen


und ein ehemaliger Frachter taucht als Hausboot auf - dieser Kanal ist wenig befahren


Samstag, 17. August 2024
Rougemont - Pouilly en Auxois : 67 km, 320 hm
Übernachtung auf dem Campingplatz "Vert Auxois"

Wir schlafen bis um 9:10 Uhr, denn der Raum ist sehr dunkel. Nun heißt es aber hurtig fertig werden. Für ein gemütliches Frühstück bleibt natürlich schon noch Zeit. Wir sind überrascht, dass außer uns noch eine 4-köpfige Gruppe und eine Familie übernachtet hat. Alle sind mit Fahrrädern da. 
Unser Weg führt weiter am Kanal entlang. Es geht rasch voran. Wir treffen ein älteres englisches Ehepaar mit Tandem und Anhänger. Sie wollen nach Genua, wo ihre Tochter bei einem Ruderwettbewerb teilnimmt und fahren heute noch nach Dijon. Das sind noch ca 120 km. Wir haben den Weg auf zwei Tage aufgeteilt.
Heute treffen wir einige Radtouristen.Dieser Radweg am Kanal ist anscheinend recht beliebt in Frankreich. 
Da es über booking.com keine Unterkünfte auf unserer Strecke gibt, peilen wir einen Campingplatz an, der auch gut ausgestattet und fast direkt am Kamal liegt. Auch hier übernachten viele Fahrradtouristen, 




beim Abbiegen auf den Fernradweg EV 51 sehen wir ein Tandem mit Anhänger


... es sind Robert und seine Frau aus Südengland


sie möchten noch heute bis Dijon radeln (120 km)


EV 51 Radweg am Kanal Burgund



Helmuts neuer Job : Schleusenöffner/schließer


Projekt Glasfaserverlegung am Kanal im Jahr 2023- da kam Helmut zu spät


Schleusentor abdichten wäre auch noch ein guter Job


kleines Stelzen-Holzhaus am Kanal, eventuell als Ferienhaus benutzt


einige Regentropfen fallen - Helmut mit Verkleidung


wir haben das Tagesziel erreicht: Campingplatz Vert Auxois





Freitag, 16. August 2024
Lac d' Orient - Rougemont : 87 km, 990 hm
Übernachtung im "Les chambres de Rougemont"

Der Lac d´Orient ist ein sehr schöner großer See mit „Strand“, an dem viele Familien mit Sonnenschutzzelten, Tischen und Picknickkörben den Feiertag verbringen. Wenn man die abgesperrten Nichtschwimmerflächen - am besten im Entenschwimmstil - überwindet, ist die Wasserqualität sehr gut und schön zum Schwimmen geeignet. Wir legen einen sonnigen und schläfrigen Ruhetag ein.

Am 16. 8. soll es wieder weiter gehen. Wir frühstücken auf dem Campingplatz gegenüber dem Spielplatz, denn hier gibt es Bänke und ein Tisch. Wir beobachten die Kinder: Im „Erdgeschoss“des Spielplatzes kann man auf Seilen oder einer Slackline balancieren, indem man sich an Schnüren festhält, die nach jedem halben Meter herunterhängen. Das gefällt den (sehr) kleinen Mädchen. Die Jungen steigen auf der Wendeltreppe in den „1. Stock“. Hier gibt es Netze, auf denen man ähnlich wie auf einem Trampolin herumhüpfen kann. Dieser Campingplatz bietet viel für Familien. Die Kinder kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Es gibt sogar ein kleines Freibad.

Helmut und Christiane diskutieren erst mal aus, wer abspülen darf und wer die Essig- und die Öl Glasflaschen einpacken darf. Christiane will schließlich auch etwas Gewicht am Rad haben :-)

In der Bourgogne (Burgund) sieht die Landschaft grüner aus mit Wiesen und Wäldern und Kühen auf der Weide. Wir reisen los und nutzen die verkehrsarmen Landstraßen. Unsere Route wechselt mit Anstiegen und Abfahrten. Wir befinden uns zunächst noch in der Champagne mit den vielen Probierkellern, die wir aber - etwas wehmütig- lieber nicht aufsuchen. Wir sind spät dran und haben Gegenwind und die Sonne meint es gut mit uns. Wir passieren einige kleine Ortschaften, die wie ausgestorben sind. In Reviere allerdings wird ein Dorffest vorbereitet, laute Musik hört man schon von der Ferne. Der DJ ist schwer im Einsatz und richtet noch das Laserlicht und die Scheinwerfer für die Bühne ein. Wir trinken zwei Cola und erzählen von unserer Radreise. Die letzten 7 km bis zu unserem Tagesziel kommen wir auf den EuroVelo EV 51 Radweg an den Kanal de Bourgogne, der die Orte Migennes und Dijon verbindet. Wir beobachten Bisamratten mit Jungen, die die Blätter fressen, die vom Mähen oder vom Wind ins Wasser geweht wurden. Hier ist es windgeschützt und wir blicken auf die hohen Felswände auf der gegenüberliegenden Seite.

In  Rougemont haben wir ein Quartier gebucht. Das Haus stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Gastgeber wohnen im historischen Turm, zu dem eine alte steinerne Wendeltreppe hinaufführt. 






Badespaß am Lac d´Orient


... aber auch die Segler sind an diesem aufgestauten See vertreten


wozu mag diese Deko dienen? 


Sonnenblumenfelder und abgeerntete Getreidefelder wechseln sich ab


wir passieren Dörfer, die wie ausgestorben sind


im Ort Bar sur Seine fällt die turmlose Kirche Etienne ins Auge ...


... sie besitzt sehr schöne Kirchenfenster


Bar sur Seine: in der Taverne Fischer stärken wir uns mit einem Salat


diese Ungetüme kennen wir schon! Wo diese Fahrzeuge mit den Giftkübeln herumfahren, 
können die Weinfelder nicht weit weg sein ....


... und tatsächlich, Weinfelder gibt es wieder zahlreiche neben den Straßen


alte Weinpresse zur Deko am Wegesrand


dieses Gebäude in Riceys ist von Efeupflanzen komplett bedeckt


wir entdecken die Seine als kleines Bächlein- sie entspringt im Burgund


Hundegebell begleitet uns Radfahrer oft in dieser Gegend. 
Gut, dass diese Beißer hinter dem Zaun stehen...


altes Wegkreuz


in Reviere wird heute Abend ein Dorffest organisiert 


 Eurovelo Weg EV 51 neben dem Burgunder Kanal


dieses Prachtexemplar von Bisamratte und viele Kollegen schwammen im Kanal



Rougemont protestiert auch mit auf dem Kopf stehenden Ortsschild gegen die Regierungspolitik


wir sind sehr zufrieden mit unserer Unterkunft in historischen Gemäuern



Mittwoch, 14. August 2024
Nogent sur Seine - Lac d' Orient : 90 km, 600 hm (davon Strecke 82 km + 8 km Orientierung)
2 Übernachtungen auf dem Campingplatz Lac d' Orient

Um 11:00 Uhr lässt der Regen langsam nach. Wir verabschieden uns von dem Belgier Kaspar, der in den Niederlanden wohnt und mit dem Motorrad unterwegs ist. Er fährt weiter nach Brüssel.
Unser Weg führt uns auf einem Radweg zur Seine. Es wird landschaftlich immer reizvoller mit vielen Weihern und Seerosen, jedoch für uns völlig unwegsam. Wir befinden uns auf einem Wanderweg. Bis zu dem anvisierten Campingplatz am See würden wir es nicht bis zum Einbruch der Dunkelheit schaffen. Es heißt also umdrehen. Nach etwa einer Stunde sind wir wieder an dem selben Ort, von dem aus wir heute gestartet sind. 
Helmut stellt den Navi auf Rennrad um und nun stehen nur noch 82 km (statt 91 km an der Seine) auf dem Plan. 
Es geht über eine verkehrsarme Straße mit verlassen wirkenden Dörfern, durch die nur alle 5 Minuten ein Auto kommt. Die Strecke ist wellig. Wir haben Gegenwind. Am Horizont sind Windräder zu sehen, die mittags vermutlich wegen des nahen Atomkraftwerks still stehen, aber nachmittags in Betrieb genommen werden.
Wir fahren an riesigen Hanffeldern vorbei, vermutlich ist das Nutzhanf, der zur Papierherstellung oder für Bauzwecke verwendet wird. Hanf enthält 8 verschiedene Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Die Samen dürfen aber einen bestimmten Grenzwert an THC nicht überschreiten.
In Troyes kaufen wir ein und fahren irrtümlicherweise zunächst auf einer Schnellstraße aus dem Ort. Wir drehen um und finden den grünen Radweg, der in das Erholungsgebiet mit dem künstlich angelegten See Lac d ´Orient führt. Um kurz vor 20:00 Uhr erreichen wir den anvisierten 4 Sterne Campingplatz. Es empfängt uns das Schild: "We are booked out". Dieser Platz hat zwar eine Schranke, die Autos von der Einfahrt abhält, nicht jedoch Fahrradfahrer. Wir finden neben einem Volleyballplatz und einem nicht belegten Stellplatz eine Möglichkeit unser Zelt aufzustellen. Heute kochen wir Risotto mit etwas Chorizzo, Karotten, Zwiebeln und Tomaten auf unserem kleinen Gaskocher. Langsam bekommen wir auch darin Routine. 
Am 15.8. haben wir offiziell eingecheckt und bleiben hier noch eine Nacht. Der See ist sehr schön und gut zum Schwimmen geeignet. 



dieser Schlammweg endet im Wald ... wir mussten umdrehen


Helmuts Annahme, dass nach dieser Brücke der Veloweg V33 beginnt, war ein Täuschung


wir routen auf Rennradmodus und nehmen verkehrsarme Straßen - 
wir wundern uns über etliche Felder mit Hanfanbau


erst können wir´s nicht glauben, aber die PflanzenApp bringt Sicherheit !



ursprünglich geplanter Weg (oben dünnblaue Linie an der Seine)


die einzigen Radfahrer, die uns auf unserem heutigen Weg begegnen



19:30 Uhr: gut angelegter Freizeitradweg (V505) neben dem Kanal Restitution- 
jetzt nähern wir uns dem Naturpark mit dem See Orient


... hier könnt ihr euer französisch aufpolieren


unsere illegale Übernachtung auf dem ausgebuchten Campingplatz



Dienstag, 13.August 2024
Thomery - Nogent an der Seine : 84 km, 430 hm
Übernachtung auf dem Campingplatz in Nogent

Wir frühstücken auf der Terrasse unseres Appartements mit Blick auf den Fluss, Christiane nutzt die Gelegenheit einmal in der Seine zu schwimmen, Sie schwimmt gegen die Strömung und kommt nur mühsam etwas vorwärts. Beim Rückweg geht es entsprechend schneller und man muss aufpassen, den Ausstieg über das Boot der Vermieter nicht zu verpassen.
Unsere Radreise führt uns zunächst am Fluss entlang durch ein Waldgebiet in den nächsten Ort Moret-Loing-et-Orvanne. Wir können uns der schönen Kleinstadt allerdings kaum widmen, da bei Helmuts Rad Probleme mit der Kupplung aufgetreten sind und wir schon laut darüber nachdenken, ein Auto zu mieten. Immerhin finden wir hier einen Bioladen und können Getränke und Obst kaufen. Zumindest haben wir gutes Essen. Das hebt die Laune. 
Nach mehreren Versuchen setzt sich das E-Bike von Helmut wieder in Bewegung. An einer Tankstelle pumpen wir die Reifen gut auf. Dadurch geht auch alles besser.
Nun müssen wir ca 4 km auf einer Hauptverkehrsstraße fahren, bevor uns der Navi auf Nebenstraßen führt. Wir haben leichten Rückenwind und kommen gut voran, 
Unser Zwischenziel ist heute Provins. Die gut erhaltene mittelalterliche Stadt mit Festung, Stadtmauer und Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist Weltkulturerbe. 
Außerdem gibt es dort sehr gutes Eis aus aktueller Produktion zur Abkühlung. 
Später geht es weiter nach Süden. Wir haben einen Campingplatz in Nogent an der Seine ausgesucht, den wir ansteuern. Je näher wir unserem Ziel kommen, umso unwegsamer wird allerdings die Strecke. Schließlich führt uns unser Navi vor ein Fabrikvorplatz, der mit einer dicken Kette und Vorhängeschloss gesichert ist. Helmut hat eine große Auswahl an Werkzeug dabei, die Flex allerdings nicht :-). Wir drehen also um und umfahren das Firmengelände auf einem Trampelpfad. Schließlich landen wir wieder auf dem EuroVelo 3 und radeln parallel zum Kanal de Beaulieu bis in den Ort Nogent an der Seine angrenzend auf dem Campinplatz an der Seine.
Es ist nun 19:40 Uhr und die Rezeption ist geschlossen. Außer uns steht noch ein belgischer Motorradfahrer vor dem verschlossenen Tor. Verständnisvolle Camper lassen uns aber rein, so dass wir nicht draußen zelten müssen, sondern die Duschen und Toiletten und auch den Strom nutzen können. Wir kochen Gemüsesuppe mit den mitgebrachten Kartoffeln, Lauch und Karotten, 
Nachts bahnt sich die nächste Herausforderung an: Es regnet leicht. Der Regen wird am Mittwochmorgen immer stärker. Ein Glück, dass es einen überdachten Sitzplatz mit Tisch gibt. Hier warten wir mit unser Weiterfahrt ab bis der Regen aufhört. 




"unser" Appartement mit Hund aus Keramik


Blick von der Terrasse auf die Seine


Stadttor von Moret-Loing-et Orvanne


Moret-Loing-et Orvanne


Provins, da möchten wir hin - auch auf dieser fahrradunfreundlichen Strasse


alte Fachwerkhäuser begrüßen uns


St. Quiriace aus dem 12. Jahrhundert (Foto oben und unten)



achteckiger Turm César und Reste der Stadtmauer (Foto oben und unten)



denkmalgeschütztes Viertel mit altem Fachwerk



19 Uhr: in der Abendsonne taucht Tagesziel Nogent auf ...


... und die Kühltürme des AKWs ebenfalls :-((


"unser" Zeltplatz mit überdachter Sitzgelegenheit


Montag, 12.August 2024
Paris (Montreuil) - Thomery an der Seine: 92 km, 400 hm
Übernachtung in Ambiance Seine, Appartement sympatique en Bord de Seine

Heute geht das  Fahrradabenteuer weiter. Wir räumen das Appartement in Paris und verabschieden uns von unserem Park. Der Navi führt uns gut durch die Stadt. Wir haben überall Radwege und kaum Verkehr. Nach und nach lassen wir die Vororte hinter uns und treffen auf den Fluss Yerres, der halb von Seerosen bedeckt ist. 
Gegen Nachmittag wird es richtig heiß, deshalb machen wir in einem Schnellrestaurant Pause. 
Wir freuen uns als unser Weg wieder an die Seine führt. Das Thermometer zeigt 36 Grad. Ein See in Ufernähe bietet Spielgeräte  im Wasser für Kinder und Wasserski für Erwachsene. Schwimmen ist leider nicht möglich.
Der  angegebene internationale Radwanderweg am Ufer der Seine ist für uns in diesem Abschnitt nicht befahrbar. Wir drehen um, fahren zur Brücke zurück und auf der anderen Seite des Flusses auf eine Uferstraße, die wenig befahren ist. Als die Radwegbeschilderung auf den Eurovelo 3 hinweist, können wir schließlich doch noch einen schönen zum Großteil geteerten Uferweg nutzen. Wir treffen auf ein völlig überfülltes Strandbad für jedermann am Seineufer. Hier ist also Schwimmen im Fluss möglich. 
Wir haben aber keine Zeit für einen Sprung ins Wasser, da wir 19:30 Uhr in unserem Quartier sein möchten.
An einem Campingplatz kaufen wir Wasser, um die leeren Flaschen wieder zu füllen. Leider haben wir unsere Übernachtung schon vorgebucht, sonst wären wir gleich dort geblieben. 
Für uns heißt es da aber noch 30 km Radfahren bis zum geplanten Ziel. Dafür werden wir aber mit einem Appartement mit Garten direkt an der Seine belohnt. Morgen früh wollen wir mal reinspringen. Das Flusswasser sieht hier klar aus.




Fluß Yerres 


Parc de l´Europe nahe Épinay sous Sénart


Schloß Nandy


Wir stoßen auf die Seine


Téléski Nautique (Wasserski)


Guter Radweg neben der Seine bei Bois-le-Roi


Welch eine Überraschung! Hier wird in der Seine gebadet !


die letzten 3 Tageskilometer verlaufen neben einer Zugstrecke


Sonntag, 11. August 2024
Unser letzter Tag in Paris (und der letzte Tag der Olympiade)

Christiane nimmt den Zug nach Versailles, um dort den Marathon der Frauen zu sehen. In Versailles sind die Athletinnen bei 23 km und kehren auf einem anderen Weg (mit der langen Steigung von 13 %) nach Paris zurück. 
Hier ist noch eine große Führungsgruppe zusammen. Domenica Mayer folgt nach knapp 2 Minuten. Sie wird von Christiane speziell begrüßt und angefeuert, ebenso Laura Hottenrott, die etwas dahinter folgt. Es sind rund 80 Teilnehmerinnen aus verschiedensten Ländern auf der Marathonstrecke. Auch Afrika ist mit vielen Nationen vertreten. 
Christiane kann mit dem selben Zug Nr. C zum Eiffelturm  in die Stadt zurück fahren, um dort die Läuferinnen nochmals zu sehen. Überall stehen die Fans am Straßenrand und bejubeln die Athletinnen. Sie bleiben bis zur letzten Teilnehmerin, die denselben Applaus bekommt, wie die Führenden. 
Helmut steht bei 41 km am Straßenrand und kann die Läuferinnen noch kurz vor dem Ziel beklatschen. Morgen setzen wir unsere Fahrradreise durch Frankreich fort, die uns wieder nach Deutschland zurück führen soll. 
Paris 2024 mit den Olympischen Spielen hat nicht zu viel versprochen. Die Organisation und das Sicherheitskonzept waren perfekt. Die Nation hat sich selbst mit "allez les bleus" aber auch alle anderen begeistert gefeiert. Die Sportbegeisterung hat auch auf die Stadtteile mit ihren Aktionen und Kinderprogrammen gewirkt. Es war für uns etwas sehr Besonderes, den Sport hautnah mitzuerleben. Was wir nicht live sehen konnten, war hier über Livestream am Laptop gut zu empfangen. 


8 Uhr Start der Marathonfrauen vor dem Pariser Rathaus



In Zielnähe gegen 10:20 Uhr: 
Fans lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und spielen Karten -
jeden Moment können die Marathonläuferinnen vorbeikommen


die deutsche Teilnehmerin Hottenrott legt bei km 41 noch einen Sprint hin!


Afrika feiert in der Fangruppe


viele Fans freuen sich über die Platzierung ihrer Landsleute


Helmut freut sich ebenfalls über die schöne Atmosphäre während des Marathons
(im Hintergrund der Invalidendom, wo u.a. Napoleon begraben wurde)


deutsche Fans kurz vor dem Marathonziel


Samstag, 10. August 2024
Radeln durch Paris nach Versailles und weiter nach Westen zum See Saint Quentin 
80 km (hin/rück)

Heute ist Marathontag. Da wollen wir dabei sein. Wir fahren um 6:45 Uhr mit den Fahrrädern los in Richtung Versailles. In Sevres können wir an der abgesperrten Laufstrecke entlang radeln. Hier treffen wir auf einen langgezogenen nicht enden wollenden Berg. Wir stellen die Räder ab. Helmut bleibt bei einer Fanzone mit Crêpes und Getränken. Christiane geht weiter den Berg hinauf. Kurz nach dem Gipfel sucht sie sich einen guten Stehplatz mit weitem Blick auf die Strecke. Eine große Gruppe von Belgiern hat sich hier ebenfalls eingefunden. Sie wurden mit dem Bus an diese Stelle gebracht. 
Den Lauf Iive zu beobachten ist schon etwas ganz Besonderes. Der Äthiopier Tola läuft alleine an der Spitze. Man sieht ihm die Anstrengung an, dennoch läuft er leichtfüßig den steilen (13 % Steigung) Berg hinauf. Wir feuern alle Läufer an, die Deutschen mit der Fahne und rufen die Vornamen, aber auch alle anderen bis zum letzten Teilnehmer. 
Als die Läufer durch sind, radeln wir noch entlang der Marathonstrecke bis zum Schloss Versailles. Dort entschließen wir uns spontan, das Schloss zu besichtigen. 
Wir hatten geplant auch noch den See, den wir schon von einer früheren Fahrt kennen (dort in der Nähe fand der MTB Wettbewerb statt), zu besuchen und dort zu schwimmen. Das Wasser ist aber nicht vertrauenswürdig, Schwimmen ist im übrigen dort auch verboten. 
Die Rückfahrt zieht sich in die Länge, da die Sperrungen nicht nur für Autos sondern auch für Fahrräder den Weg behindern. Für den Abend ist ein Marathon für jedermann geplant, dafür sind 40000 Teilnehmer gemeldet, die anscheinend auch noch ausgelost werden mussten. Auch sie tummeln sich schon in der Stadt.
Ziemlich erschöpft kommen wir zu Hause an und essen noch die vom Vortag übrig gebliebenen Bohnen mit Kartoffeln. 
Der Äthiopier Tola gewinnt den Lauf, ein in Somalia geborener Belgier wird Zweiter, die Bronzemedaille geht an Kenia. 



die Marathonstrecke - wir stehen bei km 30


8 Uhr - Start des Marathons mit über 70 Teilnehmer


der Äthiopier Tola am Berg bei km 29
Christianes Deutschlandfahne ist rechts im Bild zu erkennen


Das Schloß in Versailles ...


... mit dem berühmten Spiegelsaal


Blick auf den Schlossgarten - 
am oberen Rand sind die Tribünen für die Reiter/Pferd Wettkämpfe zu sehen


wir reihen uns in den Touristenstrom ein und sehen uns viele imposante Räume an


dann radeln wir zum See Quentin, wo leider Schwimmverbot besteht


Viele Ausflügler grillen hier am See ... aber schwimmen?
... darauf kommt nur Christiane !


wir stärken uns auf einer Bank und schauen diesen jungen Leuten zu beim Kräftemessen


auf dem Rückweg bewundern wir noch das Rathaus von Versailles ...


... und natürlich diese Radkonstruktion mit Anhänger, 
in dem 3 Personen sitzen!


Freitag, 9. August 2024
Vormittags gemütlich übers Internet Freiwasserschwimmen (Männer, 10km) in der Seine angeschaut. Nachmittags Helmuts Radtour in die Pariser Innenstadt zum Rodin Museum
22 km (hin/rück)

Wir kommen um 5:30 Uhr nicht aus dem Bett und entschließen uns über Livestream den Schwimmwettbewerb zu folgen. Mittags hat Christiane ihr eigenes Sportprogramm, sie genießt die Joggingrunden im Nachbarpark. Helmut schwingt sich auf den Drahtesel und schaut sich die Skulpturen des berühmten Bildhauers Rodin an. Paris haben wir nun schon etliche Male mit den Rädern durchquert und oft andere Straßen gewählt. Ohne Metrobenutzung lernt man diese tolle Stadt gut kennen und die vielen Radwege schätzen. An jeder Ecke sind Sehenswürdigkeiten zu bewundern und die Olympiade hat ihre Spots für die Wettkämpfe schön verteilt über die ganze Stadt. Das Radeln erfordert allerdings höchste Konzentration, da viele Touristen sich Elektroräder ausleihen und mit den Kamikaze Rollernutzern sich in der Geschwindigkeit zu überbieten versuchen. Soweit zu akzeptieren. Aber was wir überrascht zur Kenntnis nehmen, ist oft das Negieren der roten Ampeln. Gefühlt alle 15 Minuten hört man die Sirenen der Polizei ... aber erstaunlicherweise nicht für Unfälle, sondern zum Begleiten der  Olympia VIPs oder Politiker  :-))
Morgen freuen wir uns auf die Marathonläufer. Wir kombinieren Rad mit Metro und versuchen möglichst oft die Sportler anzufeuern.




Die beiden deutschen Langstreckenschwimmer (oben und unten)



7:30 Uhr beginnt das 10 km Freiwasserschwimmen. 
Wir haben es nicht geschafft, um 5:30 Uhr aufzustehen und verfolgen den 
Wettkampf im Internet (Livestream).


Ex Triathlet Frodeno kommentiert die Sendung des ZDF     


bis zur 3.Runde wechselt sich Florian Wellbrock mit dem 
Ungarn Rasovszky an der Spitze ab



gelbe Karte für einen Franzosen wegen Behinderung


die Getränke hängen an der Angel mit Nationalfähnchen


Wellbrock greift sich die Flasche, schwimmt dabei kurzzeitig auf dem Rücken 


japanischer Zuschauer


Deutsche Wasserballer aus Magdeburg unter den Zuschauern


Oliver Klemet schlägt als 2.Gesamtsieger ans Dashboard,
er hat Wellbrock in der 4.Runde überholt. 
Wellbrock wird 8. in der Gesamtplatzierung


nachmittags radelt Helmut zum Rodin Museum
rechts im Bild die berühmte Denkerskulptur-
Kopien davon gibt es in vielen Städten, auch in Lübeck.
Hier war Helmut vor 40 Jahren mit seinem leider im letzten Jahr 
verstorbenen Freund Sidigullah


der Kuss, Marmor, 1888-1898


Bürger von Calais, Gipsgruppe, 1885


Titanen auf dem Podest, Keramik emailliert




Donnerstag, 8. August 2024
Radtour in die Pariser Innenstadt, 20 km (hin/rück)
Verfolgen des Freiwasserschwimmens (Frauen, 10km) in der Seine

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, denn wir wollen ja einen guten Platz zum Zuschauen finden. Es ist ruhig am Morgen in Paris und wir können ungestört von Fahrrädern, Fußgängern oder Autos zur Seine radeln. Die Invalidenbrücke und auch die Almabrücke sind beide gesperrt. So suchen wir einen Platz am Fluss, wo wir auch die Videowand im Blick haben. 
Die Schwimmerinnen haben flussabwärts einen gewaltigen Speed, flußaufwärts schwimmen sie auf der Gegenseite des Flusses direkt an der Kaimauer, um der Strömung soweit als möglich aus dem Weg zu gehen. Da müssen wir laut schreien, um die Sportlerinnen anfeuern zu können. Es sind 6 Runden von je 1,6 km zu absolvieren. In der letzten Runde hat sich das Feld auf 3 Gruppen und ein paar völlig abgeschlagene einzelne Schwimmerinnen verteilt. Wer hier keine Gruppe hat, kämpft nur noch verzweifelt gegen die Strömung. Leonie Märtens, die Schwester des Olympiasiegers Lukas Märtens, hat dieses Los getroffen. Sie erreicht den 22. Platz und wird zumindest nicht letzte Teilnehmerin.
Die Niederländerin Rouwendaal, die in Magdeburg wohnt und trainiert, gewinnt das Rennen vor der Australierin Johnson und der Italienerin Taddeucci.
Die Deutsche Leonie Beck kann sich in der 2.Verfolgergruppe halten und wird Neunte.
Wir hoffen, dass die Athletinnen trotz des langen Schwimmens in dem belasteten Flusswasser gesund bleiben.
Danach besuchen wir das Keller-Schwimmbad, das nicht weit weg ist. Es ist nicht im Keller sondern hat den Namen von einem Ingenieur namens Keller. Wir wollen selber auch noch schwimmen. 
Mittagessen gibt es heute bei Monoprix. Dort kann man sich selbst einen gemischten Salat aus einer großen Auswahl zusammenstellen. 
Zu Hause freuen wir uns über das Relive vom Synchronschwimmen von gestern und Beachvolleyball der deutschen Herren. Die Direktübertragung der Duette im Synchronschwimmen können wir leider nicht über Livestream empfangen. 



Start des 10 km Schwimmens um 7:30 Uhr ! 18 Grad Luft, 20 Grad Wassertemperatur


ein Hauen und Stechen, gegenseitiges Umarmen und Treten - zumindest in den ersten Minuten... zusätzlich Berührung mit den Pflanzen, die starke Strömung und die schlechte Wasserqualität


das rote Feld ist der Austragungsbereich des Schwimmens


 neben unserem Verfolgen der Schwimmer in der Seine,
konnten wir auch im Monitor die Athleten über einen längeren Zeitraum sehen ...


das Seineufer ist heute gut besucht ! (Foto oben und unten)




die 3 Siegerinnen


diese Niederländerin (hier noch bei der Vorstellung) gewinnt später die Goldmedaille -
lustig war, dass Helmut direkt neben niederländischen Touristen stand
und Glückwünsche aussprechen konnte :-))



Mittwoch, 7. August 2024
Radtour in die Pariser Innenstadt, 24 km (hin/rück)
Besuch des Louvre Museums

Nach der Joggingrunde in unserem Park machen wir uns auf den Weg zum Louvre. Wir inspizieren gleichzeitig, wo wir morgen früh am besten stehen können, um das Freiwasserschwimmen zu beobachten. Es beginnt am Donnerstag um 7:30 Uhr. Da heißt, dass wir wieder den Wecker stellen müssen, damit wir rechtzeitig ankommen und einen Platz in der ersten Reihe -  möglichst auf der Brücke - ergattern können.
Trotz Olympia und vorgebuchten Tickets ist der Andrang zum Louvre gewaltig. 
Wir schauen uns die weltbekannten Objekte im Original an, gönnen uns einen Tee und freuen uns über das außergewöhnliche Gebäude. Ein Pariser, den wir im Louvre sprechen, meint, dass durch die Sportveranstaltungen das Museum relativ leer ist. Den Eindruck können wir nur schwer nachvollziehen.
Unser Highlight am Abend im Livestream ist Synchronschwimmen. Ein unglaublich schwieriger Sport aber auch sehr ästhetischer Sport. Leider konnte sich kein deutsches Team qualifizieren. 
Wir hätten gerne Tickets dafür gekauft - es waren leider alle ausverkauft.



wir haben die Tickets übers Internet gebucht, 
trotzdem müssen wir 15 Minuten anstehen


diese kopflose Dame ist die griechische Göttin Nike auf dem Bug des Schiffes


das Hochzeitsfest von Cana in Galilee
Maler Paolo Caliari (1528 - 1588)


hier hat sich Helmut brav angestellt- nach 20 Minuten hat er Mona Lisa 
persönliche Grüße übermitteln können :-))
Maler Leonardo da Vinci (16. Jahrhundert)


Krönung von Kaiser Napoleon und Kaiserin Josephin am 2.12.1804 
in der Notre Dame, Maler Jacques Louis David


auch dieses Bild kennt jeder:
französische Revolution, die Freiheit führt das Volk (Eugène Delacroix, 1830)


Blick auf den Louvre Park 


Innenhof des Museums Louvre und Glaspyramide (Eingang)




Dienstag, 6. August 2024
Radtour Montreuil - Vaires-sur-Marne (olymp.Austragungsort Kanu/Kajaksport)- 
Livry Gargan - Montreuil:  51km, 280 hm
Besuch des nautischen Zentrums am See Vaires sur Marne

Wir haben Tickets für den Kanu/Kajaksport gekauft. Der Wettbewerb beginnt um 9:30 Uhr am See von Vaires sur Marne. Um 8:15 Uhr satteln wir unsere Stahlrösser und radeln los gen Osten. Es herrscht nur wenig Autoverkehr und wir kommen gut durch. Nach 19 km können wir die Räder am Velopark abstellen. Unsere Telefonnummer wird notiert und ein Foto von den Rädern gemacht, um Diebstahl oder Vertausch vorzubeugen. Einige Schritte später durchsucht die Polizei unser Gepäck und nach einem Fußmarsch von 2 km, müssen wir uns am See einer Körperkontrolle unterziehen
Sicherheit wird priorisiert.
9:50 Uhr sind wir bei den Tribünen angekommen und finden schnell unseren Platz. 
Wir haben Kanu- und Kajaksprint gebucht, das sind jeweils 500 m für die verschiedenen Boote. Die deutschen Teilnehmer bestehen die Vor- und Zwischenläufe unter lautem Anfeuern der zuschauenden Landsleute. Wir sind begeistert über die Wettkämpfe, die schöne Anlage mit dem See und die tolle Atmosphäre. Es ist herrliches Wetter, ca 30 Grad; es weht ein leichter frischer Wind.
Bevor wir nach Hause radeln, versuchen wir noch von der Rückseite an den See heranzukommen, um zu schwimmen, aber es ist rundherum alles komplett abgesperrt.
Etwas desillusioniert begraben wir unsere Hoffnungen auf ein erfrischendes Bad in einem Restaurant mit Salat, Tonic Water und Eis als Nachtisch. 
Den Rückweg führen wir über Livry Gargan, die Partnerstadt von Fürstenfeldbruck. Sie liegt im Nordosten von Paris und ist eher ein typischer Vorort, der ebenfalls wie Montreuil zum Departement Seine St. Denis gehört. Wir lassen uns den Weg zum Rathaus zeigen und fahren durch einen schattigen Park mit einem Weiher und sehr alten Bäumen. Unser Navi führt uns einige Kilometer am Kanal de Lóurcq entlang durch Paris und von dort zu unserem Appartement in Montreuil. 



Rück - und Hintour des heutigen Tages 
(roter Kreis: Livry Gargan, Partnerstadt von FFB)


500 m: 4er Kajaksprint, Frauen


Christiane mit vollem Einsatz beim Anfeuern


500 m: 2er Kanusprint, Männer


Helmut als Pausenclown mit gallischem Hahn als Kopfschmuck,
... man kann ja auch mal die Franzosen unterstützen


... aber nun ist wieder volle Konzentration angesagt 
(Maskottchen der olympischen Spiele- hier als Kopfschmuck)


500 m: 2er Kajaksprint, Männer


500 m: 2er Kajaksprint, Frauen


500 m: 2er Kanusprint, Männer


am oberen Bildrand ist eine weitere Tribüne zu erkennen. 
Dort fanden die Wildwasser Wettkämpfe statt.


diese Nebelwasser Duschen sorgen für Abkühlung.
Manche stellen sich sogar mit Handy darunter... :-))


erneute Suche für eine Schwimmgelegenheit am See


Rathaus von Livry Gargan


Radweg am Kanal de Lóurcq im Nordosten von Paris


... das sind einige der ganz wenigen Zelte für Obdachlose, die wir gesehen haben.
Hat die Polizei vor der Olympiade aufgeräumt?


Montag, 5. August 2024
Paris: Mixed Triathlonstaffel zwischen Seine und Champs Élysée, Start 7:50 Uhr, anschließend Sightseeing (Radtour 27 km) 

Heute heißt es früh aufstehen, wir wollen ja einen guten Platz an der Strecke des Mixed Triathlons haben. Wir fahren um kurz nach 6:00 Uhr mit den Fahrrädern los. Es ist wenig Verkehr, wir kommen schnell durch und können uns den Standplatz nahe der Champs Élysée aussuchen. 
Neben uns sind Franzosen, die das Rennen übers Handy mitverfolgen, denn wir stehen an der Radstrecke und können vom Schwimmen nichts sehen. 
Jeder der 4 Athleten muss 300 m schwimmen, 7 km radfahren und 1,8 km laufen.
Die Franzosen und die Neuseeländer verursachen einen Radsturz und reihen sich unter den letzten Nationen ein. Wir schwenken die deutsche Fahne und feuern nach Kräften unsere Athleten an. Welche Freude über den schnellen Zieleinlauf von der 4. Triathletin Laura Lindemann und der Goldmedaille fürs deutsche Team. Nun gibt es noch Sightseeing in der Innenstadt bevor wir nach Hause radeln und kochen. 



Schwimmen in der Seine


Tertsch in der Wechselzone auf der Brücke Alexander III


Wechsel von Tertsch auf Luehrs


Wechsel von Luehrs auf Lindemann


unser Standort mit Fahne


deutsche Triathlonstaffel: Hellwig, Tertsch, Luehrs und Lindemann


Goldmedaille fürs deutsche Team ( Silber für die USA, Bronze für GB)


einer der vielen Kamerastandorte (hier vor dem Grand Palais)


Christiane und Helmut beim Anfeuern


Jan Frodeno, ehemaliger deutscher Triathlet, gewann 2008 die Goldmedaille bei der Olympiade in Peking und ist 3facher Ironman Weltmeister


Triumphbogen (Arc de Triomphe de l Étoile, erbaut 1806 - 1836)


alte Schoner in der Seine


Luxemburger Garten (Jardin du Luxembourg mit Schloß - heute Sitz des Senats)


Brunnen Medicis (Fontaine Medicis im Luxemburger Park)




Sonntag, 4. August 2024
Paris: 
vormittags Yogastunde im Park Jean Moulin les Guilands, 
nachmittags Paris Sightseeing für Helmut (Radtour 12 km)

Am Eingang unseres Parks wird auf kostenlose Yogastunden im Park hingewiesen. Wir machen uns um 9.45 Uhr auf den Weg und fragen uns nach dem Veranstaltungsort durch. Die Leute gehen uns mit Yogamatten voraus. Helmut bekommt eine Matte von Bastien, der gut englisch spricht und zwei unterschiedliche Exemplare dabei hat. Er hielt sich 2023/24 für 4 Monate in Berlin auf und wohnt zur Zeit in Nizza. Er hilft Freunden in Montreuil bei der Katzenbetreuung.  
Christiane erhält von einer Dame eine Stofftasche als Schutz vor dem nassen Gras. Die Anleitung erfolgt natürlich auf französisch. Wir verstehen nichts, hören aber die beruhigende Stimme der Leiterin und können nachempfinden, was sie vermitteln möchte. Die Gruppe (30 Frauen + 3 Männer) ist gut eingeübt und wir machen mit, soweit wir können. Einige Übungen kennen wir garnicht und haben Mühe Balance zu halten. Gegen Ende der Stunde gibt es eine längere Entspannungsphase.

Nachmittags radelt Helmut zum ältesten und größten Pariser Friedhof mit etlichen Gräbern von Persönlichkeiten. Auf diesem Friedhof Pére Lachaise, der 1804 eröffnet wurde, ruhen neben Politikern auch Schriftsteller (z.B. Balzac,  Molière), Komponisten (z.B. Rossini, Bizet, Chopin), Sängerinnen (z.B. Maria Callas, Edith Piaf), Schauspieler, Regisseure und Künstler.
Das Gelände ist riesig - man kann sich leicht verirren. Manchmal glaubt Helmut im Dschungel zu sein. Interessante Tieraufnahmen von Benoit Gallot sind als große Tafeln im Hauptgang ausgestellt
(siehe 4 Fotos am Ende dieser Tagesauflistung).



Yogastunde im Park 


Hochhäuser am Parkrand von Montreuil


Helmut mit anstrengender Yogaübung :-)),  im Hintergrund ist der Eiffelturm zu erkennen


Stadion mit 400 m Bahn im Park


Fitnessgeräte im Park


Vorbereitung für ein 50. Geburtstagsfest (Gäste erscheinen nachmittags)


kleiner See im Parkgelände


unsere Unterkunft im Erdgeschoß mit gut ausgestattetem Appartement 


... mit abschließbarem Vorraum für unsere Räder, 
worüber wir uns sehr freuen!


dieses Foto und nachfolgende Bilder entstanden auf dem Friedhof Pére Lachaise


Grab vom Literaturpreisträger und guatemaltekischen Politiker Miguel Angel Asturias


Grab von Chopin


Grab von Rossini




tausende Namen von Opfern des 1. Weltkrieges 
neben dem Haupteingang an der Außenmauer







Samstag, 3. August 2024
Paris: Spaziergang durchs Viertel, Waschtag, Einkäufe erledigt

Nach der morgendlichen Joggingrunde im Park und dem ausgiebigen Frühstück spazieren wir durch das Viertel Montreuil. Wir inspizieren das nachbarliche Haus, von dem bei Regen das Wasser an der Wand herunterläuft und Feuchtigkeit verursacht. Der Vorgarten ist mit hohen Brennnesseln begrünt. Ganz überrascht entdecken wir, dass das Haus garnicht verlassen ist, sondern eine Reparaturwerkstatt beherbergt. 
Lautes Kinderlachen ertönt aus einem gegenüberliegenden Grundstück. Neugierig schauen wir auch da mal rein. Wir werden freundlich mit Bienvenue begrüßt. Hier gibt es eine Aktion im Rahmen von "Paris 2024" für die Anwohner. Die Kinder haben einen großen Maltisch, eine Kletterwand, können Inlineskating ausbrobieren, Teakwondo oder Fußballtennis. Außerdem sind Tischfußball und Tischtennis im Angebot. Der Renner ist aber eine Art Hüpfburg mit Rutschbahn in einem Planschbecken. Betreuer heben die Kinder auf das mit Luft gefüllte Spielgerät hinauf und passen auf, dass nichts passiert. Es wird nur eine begrenzte Zahl an Kindern eingelassen. Die Eltern machen es sich inzwischen auf Bänken, Liegestühlen oder am Boden gemütlich und verspeisen mitgebrachtes Essen. Wir schätzen, dass etwa 10 % der Kinder eine helle Hautfarbe haben. Wie schön, dass so auch die Vororte an der Olympiaeuphorie teilnehmen können. 
Am Abend nehmen wir wieder über Livestream am Wettkampfgeschehen teil. 



Helmuts Job am Vormittag (Christiane kümmert sich um die Einkäufe)


"Olympia" für die Kinder aus unserer Nachbarschaft in Montreuil 
(Foto oben und unten)



Letzte Disziplin der Zehnkämpfer: 1500 m Lauf - 
es folgen einige Bildschirmfotos vom Livestream (siehe unten)


1500 m : Kaul´s beste Disziplin (Zehnkampf-Sieger bei der EM in München 2022)


Endergebnis nach dem Zehnkampf


Norweger Markus Rooth ist der Gesamtsieger unter den Zehnkämpfern


der Deutsche Leo Neugebauer gewinnt die Silbermedaille 


Tages-Wettkampfende im Stadion France in Saint Denis




Freitag, 2. August 2024
Paris: Leichtathletik Wettbewerb in Saint Denis

Für heute Abend haben wir Tickets im Leichtathletikstadion. Deshalb verläuft der Vormittag entspannt, mit Laufen im Park, Pflege unserer Fahrräder, Frühstück und Verfolgen der Olympiade über Livestream. Wir versuchen noch einmal 2 Karten zu ergattern, allerdings ohne Erfolg. 
Am Nachmittag machen wir uns auf die Reise zum Stadion in St. Denis. Wir haben uns für öffentliche Verkehrsmittel entschieden. Trotz zweimaligem Umsteigen läuft es reibungslos, da die Züge sehr oft fahren.
Über unsere Plätze im Stadion sind wir etwas enttäuscht, da wir nicht auf die Videowand sehen können. Wir setzen uns eine Reihe nach vorn und können die Wettkämpfe nun besser verfolgen. Neben uns sitzt ein Ire, der ebenfalls seine Fahne auspackt. 
Auf den gegenüberliegenden Logeplätzen bemerken wir die afrikanischen Würdenträger, die die Wettkämpfe ohne Gefühlsregung verfolgen, auch als im 10000m Lauf ein Ugander vorne läuft und mit olympischem Rekord gewinnt. 
Wir sind überwältigt von der tollen Atmosphäre im Stadion und von der guten Organisation im Ablauf. Am Ende schieben sich natürlich 60000 Zuschauer zum Ausgang, aber auch das wird von den Sicherheitspersonen gut geregelt. 


wir erreichen pünktlich die Leichtathletik Veranstaltung im Norden von Paris

Stadion de France Saint Denis


gute Stimmung im Stadion - selbst in oberster Reihe !
Vorteil: schattig, da überdacht
Nachteil: eingeschränktes Sichtfeld 


auf der gegenüberliegenden Seite sitzen einige regungslose VIPs :-))


5000 m Lauf der Frauen



Neugebauer mit geglücktem Sprung über 2,05m


1. Tag sieht ganz gut für den deutschen Zehnkämpfer aus!


Donnerstag, 1. August 2024
Paris: Christiane und Helmut machen heute "sightseeing" und radeln in die Pariser Innenstadt (Hin-und Rückweg: 24 km).

Für Christiane gibt es heute einige Joggingrunden im benachbarten sehr hügeligen Park (Parc départemental Jean Moulin-Les Guilands), der auch eine 400 m Leichtathletikbahn für jedermann bietet. 
Nach dem Frühstück fahren wir mit den Fahrrädern auf Sightseeingtour und zuerst zur Kirche Sacré Coeur. Die ganze Stadt feiert "Paris 2024" Der Zugang zur Kirche wird daher reguliert. Trotzdem kommen wir schnell rein. 
Die Kirche wurde vor gut 100 Jahren mit Spendenmitteln gebaut - auf den Gipfel des Hügels Montmartre, in ein Viertel, das eher einen gottlosen Ruf hatte. Das große Deckenbild der Kirche in der Kuppel mit Jesus, der die ganze Welt umarmt, beeindruckt nach wie vor.
Anschließend gehen wir die vielen Treppenstufen wieder nach unten und besuchen ein Straßenrestaurant mit Blick auf die Basilika. 
Nun geht es mit den Rädern bergab zur Seine, mit Abstecher zum Kulturpalast Pompidou und wir machen an der berühmten Notre Dame Station, an der nach dem Brand noch immer gebaut wird. Vor der Kirche wurde eine Bühne als Holzkonstruktion aufgebaut, wo man sitzen und das Monument von außen bewundern kann. 
Unser Heimweg führt uns kontinuierlich bergauf zu unserem Appartement zurück, wobei uns das anspruchsvollste Stück auf den letzten 200 m erwartet. Hier heißt es nochmal richtig in die Pedale treten (also sagen wir mal das heißt es für Christiane, bei Helmut summt es mitsamt allen Einkäufen elegant rauf).



Sacre Coeur im Stadtteil Montmartre 



Blick von der Kirche über Paris


Sacre Coeur von "unserem" Straßenrestaurant 


Centre Pompidou - Nationalmuseum für moderne Kunst und Kultur, erbaut 1977. 
Zur Zeit mit LED Werbeflächen behängt- die Pariser nennen ihr Museum "Raffinerie"
(Foto oben und unten)




vor dem Centre Pompidou: Eislieferung für Christiane und Helmut :-))


spätgotischer Turm aus dem 16. Jahrhundert: Saint Jacques.
Stop für Pilger auf dem Weg nach Santiago
Überbleibsel einer Kirche, die während der französischen Revolution zerstört wurde


Blick auf die Seine, unweit der Kathedrale Notre Dame


Blick auf die Brücke Notre Dame. Im Hintergrund Hôpital Hôtel Dieu


Frontansicht Notre Dame


wir sind nicht die einzigen Touristen, die sich von der 
improvisierten Bühne die Kirche von außen anschauen




Mittwoch, 31. Juli 2024
Paris: Helmut fährt mit dem Rad (Hin-und Rücktour: 35 km), Christiane mit der Metro in die Innenstadt zum Männertriathlon und anschließend zur D-Fan Zone ins Stadion Jean-Bouin

Wir haben mit Mühe gegen 11 Uhr noch einen Platz am Straßenrand ergattert, mit Sicht auf die Radstrecke, die gleichzeitig auch als Laufstrecke dient. Christiane steht neben einem französischen Journalisten, der über die ausländischen Besucher berichten möchte. Ein Besucher aus der Schweiz hat ebenfalls wie Christiane in Menen (Belgien) bei der EM im Triathlon teilgenommen. Er hat dort aber nicht wie Christiane den Mitteldistanztriathlon, sondern den Aquathlon (1 km Schwimmen, 5 km Laufen) absolviert. Er erzählt, dass er nach dem Rennen sehr krank geworden sei, was er auf das Schwimmen im Fluss zurückführt.
Am Nachmittag besuchen wir die Arena des deutschen Hauses. Wir treffen dort Besucher aus Cottbus. Alle sind überrascht, dass nicht der lange führende Neuseeländer den Triathlon gewonnen hat, sondern der Brite ihn auf den letzten 400 m anscheinend noch übersprinten konnte. 



Frauentriathlon im Regen mit vielen Stürzen


die Männer starten um 10:45 Uhr- leider sind wir etwas später erst an der Seine


Blick auf die Invalidenbrücke und Eiffelturm 
(Schwimmer sind vorne links auf dem Foto)


Petit Palais: Helmut schaut sich in der Nähe des Palais´ das Radrennen vom Triathlon an  
(Foto oben und unten)



Champs-Elysees: auch über diese berühmte Strasse führt der Triathlon
(Rad- und Laufstrecke)


Schomburg, deutscher Triathlet, erreicht den 24.Platz, 
es ist heiß geworden (35 Grad)- alle Sportler leider unter der Hitze


Gesamtsieger Yee (GB), 2. Platz Wilde (NZL), 3. Platz Bergere (F)


Stadion Jean-Bouin: deutsche Fanzone 


Rückfahrt für Helmut über die Radl-Autobahn quer durch Paris


UPS nach der Schlankheitskur: 
so dürfen die Paketzusteller auf den Radwegen fahren :-))


Dienstag, 30. Juli 2024
Radltour durch Paris zu einigen Sehenswürdigkeiten
(der Triathlon, geplanter Beginn 8 Uhr an der Brücke Alexander III,  wurde heute am frühen Morgen abgesagt)

Hin- und Rückfahrt: 38 km, 210 hm

Montag (29.7.) legen wir einen gemütlichen Lese- und Internet Livestream Tag, u.a. zum Thema Olympiawettkämpfe, ein. Wir freuen uns über die Goldmedaille beim Reiten von Michael Jung und schauen uns das Handballspiel Deutschland gegen Japan an. 

Am Dienstagmorgen haben wir eigentlich den Triathlonbesuch eingeplant. Um 6 Uhr klingelt der Wecker, aber wir erfahren aus dem Internet, dass der Wettkampf abgesagt wurde wegen dem zu stark belasteten Seinewasser. Wenn man den Fluss so sieht, kann man dieser Entscheidung nur beipflichten. Nun sollen morgen beide Wettkämpfe stattfinden: Also zuerst die Frauen und danach die Männer.

Wir machen heute eine Stadtrundfahrt mit den Rädern, zunächst gen Süden zum Schloß Vincennes, dann durch den gleichnamigen Wald Bois de Vincennes mit dem See Daumesnil, der leider aufgrund des Pflanzenbewuchses nicht zum Schwimmen einlädt. Schließlich radeln wir nach Westen und erreichen die Kathedrale Notre Dame auf der Insel de la Cité. Die Kirche soll Anfang 2025 wieder fertig aufgebaut sein. Die nächste Station ist der Eiffelturm und natürlich die Brücke Alexander III. wo eigentlich heute der Triathlon Wettkampf für die Männer starten sollte.
Danach geht es für Christiane ins gut besuchte Kellerfreibad im Hochhausgebiet direkt neben dem Eiffelturm. Helmut macht einen Abstecher zum Eiffelturm und schaut sich das Wahrzeichen und die Menschenmassen an, die z.T. vom Beachvolleyball Wettkampf auf dem benachbarten Champ de Mars kommen. Die Temperatur zeigt um 18 Uhr immer noch 34 Grad an.
Die Stadt feiert ihre Olympiade, alle Restaurants sind gut besucht. Vor den Stadien sind lange Schlangen, auf den Fahrradwegen geht es zu wie auf der Autobahn. 
Eine Taube kreuzt unseren Weg auf dem Zebrastreifen. Sie hat allerdings übersehen, dass ihre Ampel auf Rot steht. Nun sind wir gespannt, ob die Triathleten morgen mehr Glück haben.



Hintour


Rücktour


Blick aufs Schloß Vincennes


See Daumesnil im Waldgebiet Vincennes


Place Felix Eboué


eingerüstete Notre Dame von hinten


Notre Dame von der Seite :-)


die Seine, auf der nicht nur Touristenschiffe, sondern auch Frachter zahlreich verkehren


das Rathaus mit Fanzone


Museum Monnaie de Paris


auch Bouquinisten sind am Seineufer noch anzutreffen


Ponte Alexander III- Startpunkt für die Triathletenwettkämpfe


Eiffelturm - kennt ja jeder :-))


fast überall sind in Paris gut angelegte Radwege zu finden


Bei 34 Grad eine willkommene Abkühlung im Schwimmbad


unmittelbar neben dem Eiffelturm ist jeder Grünstreifen von Touristen besetzt



das Beweisfoto: Helmut was here :-))


an manchen Kreuzungen gab es kleine Brunnen


wir treten die 13,5 km Rückfahrt nach Montreuil an


Sonntag, 28. Juli 2024
Radltour zum olympischen Wettbewerb der Mountainbiker in Elancourt (Beginn 14:10 Uhr)
Hin-Rückfahrt: 88 km, 490 hm

Heute haben wir uns einen Ausflug nach Elancourt vorgenommen, denn wir sehen eine Chance hier beim Mountainbikerennen der Frauen zuschauen zu können. Dafür müssen wir die ganze Stadt queren. Auf den Komoot Navirouten gibt es überall Fahrradwege, trotzdem brauchen wir sehr lange, denn fast jeder Zebrastreifen oder Nebenstraße bremst uns mit einer roten Ampel und oft wechseln die Radwege von links, zur Mitte nach rechts. 
Wir passieren die Seine, den Justizpalast und die Notre Dame (die Absperrungen von der Eröffnungsfeier sind noch teilweise vorhanden), eine Stunde später erreichen wir das berühmte Schloss Versailles. Das letzte Stück wird umgeleitet durch einen Park am See, aufgrund einer olympischen BMX Veranstaltung. In Elancourt angekommen, stellen wir - gemeinsam mit anderen Touristen - fest, dass auch hier alles mit Bauzäunen abgesperrt und kein freier Zugang möglich ist. Die Security verweist auf eine Fanzone in 1,5 km Entfernung.
Dort wird das Rennen über den mit Schanzen und Felsblöcken bestückten Parcours auf Videoleinwand übertragen. Groß ist das Hallo in der Runde, als die Französin gewinnt, auch die niederländischen und britischen Gäste jubeln. Eine Musikkapelle gibt ihr Bestes.
Wir gönnen uns noch Crêpes und Cola und setzen uns zu einer lustigen deutsch-schweizerischen Gruppe, die von ihren Erfahrungen erzählen. Spontan buchen wir zwei Karten für einen Besuch im deutschen Haus in Paris, wo wir uns am Mittwoch wieder treffen wollen. 
Die Rückfahrt verläuft zügiger, denn nun respektieren wir nicht mehr jede rote Ampel, sondern schauen erst ob überhaupt jemand über die Straße geht, bzw. ein Auto aus der kleinen Wohnstraße kommt (so machen es fast alle Radfahrer in Paris). Unterwegs gibt es noch etwas zu essen in der Fußgängerzone in Versailles in einem asiatischen Restaurant. 



 
Hin- und Rücktour


die Pariser Innenstadt hat viele schöne Radwege zu bieten


Paris: Justizpalast an der Seine in der Morgensonne 


Uhr des Justizpalastes


Place Saint Michel- wohin gehts?


Jugendstilhäuser links und rechts - breite verkehrsarme Strassen am Sonntagvormittag


gegenüber der Insel Saint Germain gibt es einige Hausboote in der Seine


Insel Seguin: La Seine Musicale, Kulturzentrum bei Boulogne Billancourt


wir erreichen Versailles und das Schloß (Fotos oben und unten)


um 12 Uhr stehen schon etliche Touristen auf dem Vorplatz
(...und auf dem Parkplatz viele Busse aus der Welt).
Im Park hinter dem Schloß sind die Wettkämpfe mit Pferden platziert


wunderschöne goldverzierte Zäune vor dem Schloß


eigentlich möchten wir links am Velodrome vorbeiradeln (weißer Punkt), dürfen aber nicht passieren, 
da hier die BMX Wettkampfveranstaltung stattfindet...


... eine Umleitung führt uns durch den Naturpark am Saint Quentin See (siehe Kartenfoto oben)


unser Ziel ist der 231 m hohe Elancourt Hügel, 
wo die MTB-Wettkampfveranstaltungen stattfinden


wir bleiben an der Ticketschranke hängen, 
da es keine Eintrittskarten mehr gibt und kostenfreie Zuschauerplätze nicht vorgesehen sind :-))


... so landen wir in einer Fanzone in der Nähe des Sees und haben hier Gelegenheit vor der 
Leinwand den MTB Wettkampf zu verfolgen



17:30 Uhr treten wir die 40 km Rückreise an


und landen in den engen Gassen von Versailles mit Musik...


... und vielen olympischen Gästen 


8 km entfernt von unserem Quartier: 
Notre Dame in der Abendsonne auf der Insel Saint Germain


Seinebrücke zur Insel Saint Germain


Place de la République


Samstag, 27. Juli 2024
Montreuil (Paris): bis 20:30 Uhr Regen  - Spaziergang durch den Park Jean Moulin- Les Guilands (Nachbarschaft), kombiniert mit einer Einkaufsrunde (Supermarktbesuch) 

Wir erkunden unsere Nachbarschaft, informieren uns über olympische Wettkämpfe und planen die nächsten Tage. Die Internetverbindung ist sehr gut - wir freuen uns über die 1.Goldmedaille im 400m Freistilschwimmen von Lukas Märtens


unser Spaziergang durch den Regen


"unser" Park Jean Moulin- Les Guilands in der Nachbarschaft und Blick nach Westen auf Paris


"unsere" Metrostation- wir informieren uns übers öffentliche Verkehrsnetz


Nautisches Zentrum "Vaires sur Marne" (wo wir gestern vorbeigeradelt sind) - 
heute steht Kanuslalom auf dem Programm (... was wir übers Internet verfolgen)


Freitag, 26. Juli 2024
12. Radltag: Quincy Voisins - Paris,  46 km, 260 hm
16 Übernachtungen im "Guest ready" Appartement in Montreuil (Paris)

Heute haben wir unsere letzte Etappe nach Paris vor uns. Es regnet. Erst geht es 2 km auf der Landstraße, dann durch Wohngebiete und Nebenstraßen. Das ist nur mit Hilfe unseres Navis möglich.
Wir kommen nun auf Radwege durch die Ortschaften, haben dabei aber viele Ampeln.
Kurz vor Paris gibt es lange gut ausgebaute Fahrradwege und -Straßen. In Vaires sur Marne (km 25 der heutigen Etappe) wollen wir zu dem  See fahren, an dem auch die Ruder- und Kajakwettkämpfe stattfinden. Es ist alles abgesperrt und es ist kein Zugang für Nichtberechtigte möglich. Wir versuchen es von der anderen Seite, aber von dort gibt es nur eine abgesperrte Brücke über die Marne. 
Wir verabschieden uns von Fluss und See und radeln des letzten 8 km durch die Vorstädte.
Lange Zeit fahren wir gegen eine Einbahnstraße (für Fahrräder aber erlaubt). Wenn Fahrzeuge entgegen kommen, weichen wir aus.
Unser Quartier liegt neben einem Park, zu dem uns ein langer Anstieg führt.
Nun sind wir in Paris (Montreuil), unserem ersten Ziel. Es gibt alle Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Das Internet ist sehr gut, wir können alle Sportveranstaltungen auch über unser I-Pad anschauen. Mal sehen, was es hier vor Ort live noch zu sehen gibt (... und welche Karten bezahlbar und verfügbar sind). Die verregnete Eröffnungsfeier ist schon mal auf voller Länge an der Seine abgesperrt. Aber es gibt ja gutes Fernsehen.... 



... nicht viel mehr als Sprühregen :-)


der Radweg ist sehr gut ausgeschildert ...


... und markiert: hier einige Kilometer parallel zur Autobahn


nahe Vaires sur Marne möchten wir zum Olympiasee ...


... doch der ist abgesperrt, wir treffen aber das deutsche Ruderteam 


wir müssen auf der anderen Seite des Sees unsere Tour fortsetzen,


stoßen dort auf eine ehemalige Schokoladenfabrik...


... und sind mitten im Park Noisiel


selbst hier finden wir überall Hinweise, wo es nach Paris geht


wir entdecken im Park eine Brücke über die Marne ...


... doch leider ist dieser Zugang zum See auch abgesperrt


erste Hochhäuser von Paris tauchen auf


Ziel Paris Montreuil: wir kaufen auf dem Wochenmarkt ein


die Auswahl ist noch gut, obwohl wir spät dran sind


heute steht Thunfisch auf unserer Speisekarte


Die Eröffnungsfeier verfolgen wir in unserem Appartement


Donnerstag, 25. Juli 2024
11. Radltag: Dormans - Quincy Voisins,  83 km, 720 hm
Übernachtung im Disney Appartement :-))

Unser Navi bietet uns den Radweg an der Marne an, wir drehen aber gleich wieder um und nehmen die Landstraße, denn auf Grasmatte und Schotterstrecke haben wir keine Lust mehr.
Die Route ist wellig und gut zu fahren, es gibt mäßigen Verkehr. Der Himmel hat sich mit Schleierwolken bedeckt, wir haben warme Temperaturen mit etwas Wind von vorn. Wir fahren nun direkt durch die Weinberge und treffen einige Traktoren, die von verschiedenen Schläuchen umwickelt sind. Diese Schläuche dienen der Insektenbekämpfung mittels Pestiziden. Wir wundern uns, dass das den Weintrauben und dem Wein so kurz vor der Ernte noch gut tun soll. 
Ein längerer Anstieg führt nach  Montceaux. In Château-Thierry radeln wir bis zum Rathaus und steigen gespannt den Weg zur Burg hinauf. Die Mauern sind noch erhalten, es ist auch der Schlossgraben und das Eingangstor zu sehen, aber die Burg selber wurde wohl schon in alter Zeit "recycelt".
Nach der Hälfte der Tagesetappe nahe Charly sur Marne machen wir Pause. Wir essen alles auf, was wir noch an Vorräten haben. Das erleichtert auch die Weiterreise. Unser Weg führt nun nicht mehr nur durch das Tal sondern auch über die Höhenzüge, was uns einen weiten Blick über die Felder und Dörfer beschert. 
Die letzten 20 km verlangen nochmals volle Konzentration, denn nun sind einige Höhenmeter zu bewältigen. Gut dass Helmut die neue Glasflasche mit Bioolivenöl in seine Packtasche gesteckt hat, das erleichtert die Bergfahrt. 
Unser Navi will uns noch auf die Schnellstraße führen. Wir drehen lieber um, und nehmen einen anderen Weg. 850 m vor unserem heutigen Quartier macht Christianes Hinterrad leise pfiifff und ist platt. Wir schieben bis zum Ziel und tragen das Rad ins Quartier, wo Helmut das Loch flickt, das ein Nagel verursacht hat. Christiane kauft inzwischen ein und kocht das Abendessen. 





Château-Thierry: Rathaus


Château-Thierry: Blick von der Burganlage auf die Stadt


Château-Thierry: nur noch wenige Teile von der Burg sind erhalten


Château-Thierry: Eingang zur Burg


nur einige Kilometer führt unsere Route heute am Fluß Marne entlang


Ungetüm auf Stelzenbeinen: Pestizide für den Champagner Wein


La Fuerté sous Jourarre: Rathaus


Charly sur Marne: Esspause



Mittwoch, 24. Juli 2024
Dormans - Ruhetag

Wir flanieren durch die kleine Stadt. Imposant erhebt sich die sehr aufwendig gestaltete Gedenkstätte für die Gefallenen aus dem 1. Weltkrieg über der Landschaft.
Auf dem Marktplatz  besuchen wir eine Bar, denn wenn wir schon seit Tagen durch die Champagne mit ihren vielen Weinbergen radeln, müssen wir das berühmte regionale Getränk auch einmal probieren.


Schloß von Dormans, erbaut im 14.Jhd, heute im Besitz der Gemeinde


Denkmal der Marneschlachten - gewidmet den gefallenen Soldaten aus dem 1. Weltkrieg


Ausblick vom Denkmal nach Norden zum Schloß und dem Ort Vincelles 


In der Champagne trinkt man Champagner!



Dienstag, 23. Juli 2024
10. Radltag: Chàlons en Champagne - Dormans,  66 km, 120 hm
Übernachtung in der Ferienwohnung "Le Pinot" (2 Nächte)

Wir verlassen Chàlons und kehren zu unserem Radweg am Kanal zurück. Überrascht sehen wir den Frachter Vincita am Ortsausgang im Kanal liegen. Die Familie muss sich spät abends noch bis hierher durchgeschlagen haben. Wir lassen sie aber schlafen bzw. frühstücken und beginnen unsere Tour im Regen. In Bisseul treffen wir auf eine Bar, die anscheinend neu eröffnet hat und lassen die Gelegenheit zu einer Pause im Trockenen nicht aus. 
Die Weiterfahrt führt an Kreidefelsen vorbei. Hier sehen wir keine Boote mehr und die weißen Seerosen können sich am Ufer schön ausbreiten. Auf der rechten Uferseite sieht man nun überall Weinberge. Nun merken wir, dass wir uns in der Champagne befinden. 
Wir passieren Aÿ und radeln in den Ort hinein,  um auf der Bank vor dem Rathaus unsere Vorräte aufzuessen. Unter anderem haben wir hart gekochte Eier und Käse im Gepäck.
Der Radweg führt nun am Fluß Marne auf dem Fernradweg V52 entlang. Wir genießen die verkehrsfreie Fahrt. Der Fluss zeigt sich von seiner tiefblauen Seite. Wir haben nun starken Gegenwind, der nur durch die Bäume abgeschwächt wird. Trotzdem kommen wir gut voran.
Eigentlich wollten wir in Dormans auf dem Campingplatz übernachten. Nach einer Visite des Platzes haben wir uns kurzfristig umentschieden und über booking.com ein sehr schönes Quartier gebucht. 
Mittwoch legen wir einen Ruhetag ein. Donnerstag und Freitag bleiben noch insgesamt 120 Restkilometer bis zur Pariser Unterkunft.




Raindrops keep falling on my head - entgegen der Vorhersage gibt es bis 13 Uhr etliche Schauer


wir radeln wieder parallel zum Fluß Marne und Seitenkanal Marne auf dem V52 Weg (Paris-Prag)


Seerosen gibt es etliche in diesem Kanalabschnitt 


im Hintergrund taucht La Chapelle auf


Weinanbau - wir befinden uns im Gebiet Champagne!


Der Ort Aÿ kündigt sich mit einigen Hausbooten an


Aÿ: blumengeschmücktes Rathaus


Aÿ: vor dem Rathaus lädt die Bank zu einer Essenspause ein


Kirche Brice d´Aÿ


Aÿ: dieser kleine Bumenpark hat eine Überraschung parat ...


... die olympischen Ringe! Da lacht das Radler-Bastlerherz!


überall findet man Hinweise auf den guten Wein in diesem Gebiet


wir radeln durchs Weinanbaugebiet


man sieht in der Ferne Dormans. Das Tagesziel ist erreicht (oben und unten)





Montag, 22. Juli 2024
9. Radltag: Ligny en Barrois - Chàlons en Champagne,  98 km, 120 hm
Übernachtung im Studio proche de la gare et du centre ville

Heute geht es wieder am Rhein-Marne-Kanal entlang. Er ist stark von Wasserpflanzen und Seerosen bewachsen, das Wasser ist ganz klar. Wir haben Gegenwind- das war zu erwarten, denn wir fahren ja nach Westen. An den vielen Schleusen geht es für uns kurze steile Rampen hinauf, auf der Rückseite können wir herunterbrettern und den Schwung möglichst weit mitnehmen. Nach etwa 20 km hört der ausgebaute Radweg auf und wir kämpfen uns auf unbefestigten Pfaden - immer noch parallel zum Kanal- mit tiefen Schlaglöchern weiter. Wir müssen sehr auf den Weg achten und kommen nur mühsam voran. Nach 56 Kilometern haben wir die Nase voll und wechseln auf die Landstraße. 
Ab 65 km können wir auf den ab hier wieder  (mit Hilfe der EU) gut ausgebauten und geteerten Radweg (V52) am Kanal wechseln. Da rollt es wie von selbst. 
Links (südlich) fließt jetzt der Fluss Marne, rechts verläuft der Marne Kanal. Wir fahren dazwischen. Auf der rechten (nördlichen) Seite erheben sich hohe weiße Felsen.
Wir überholen den Frachter Vincita. Das ist der erste professionelle Frachter, dem wir auf dem Marne Kanal begegnen. Wir staunen, wie der Kapitän das Schiff alleine steuert und millimetergenau in die Schleuse fährt. Es stellt sich heraus, dass er aus den Niederlanden kommt und von Belgien (Antwerpen) bis hierher Stahlrohre transportiert hat. Nun fährt er leer nach Paris, holt sich neue Ladung und bringt diese nach Rouen. Weil seine Kinder Ferien haben, sind sie auch dabei und fahren manchmal mit ihren Rollern auf dem Radweg nebenher. Seine Frau paddelt heute mit dem Kajak auf dem Fluß Marne unweit vom Kanal und bemüht sich mit dem Frachter Schritt zu halten. Als das Schiff aus der Schleuse herausfährt, ist es der ca.10-jährige Sohn, der Gas gibt. Der Vater steht vorne am Schiff und holt die Taue an Deck. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.

Wir verabschieden uns und radeln weiter bis nach Chalon en Champagne, wo wir heute wieder in einem Apartment übernachten. Christiane bereitet eine leckere Gemüsesuppe zu. 





wir kommen heute früh los - 9:30 Uhr befinden wir uns schon am Kanal


Bar-le-Duc: Schloß Marbeaumont gehörte einem Bankier, 
wurde 1903 erbaut und beherbergt seit 1996 eine Médiathèque


Esspause am ehemaligen Schleusenwärterhaus - 
heute lebt ein Ehepaar dort mit vielen Tieren im Garten


nach 20 km ist der Kanalweg nur noch mühsam zu befahren


nach 65 km wird die Qualität des Weges deutlich besser. 
Auf der rechten Seite des Kanals tauchen Kreidefelsen auf.


Soulanges 


Millimeterarbeit in der Schleuse bei Pogy:
Der Kapitän peilt ca 100m vor der Schleuse über die Bordwand in Richtung Schleuseneinfahrt, korregiert nochmals den Kurs und geht zügig zum Bug, um den Frachter in der Schleuse festzutauen und abzubremsen (Infos vom Kapitän). 
Wieviel Erfahrung muss man für dieses Manöver haben!  



Wir freuen uns, in einer Woche den Frachter in Paris wieder zu sehen ...


Graureiher: häufiger Gast am Kanal, meistens sehr scheu ...


... dieses Exemplar ist erst in 5m Nähe zu uns weggeflogen


nahe Chalon: einige Frachter als Hausboote umgebaut


Chalon in Sicht! Wir haben 98 km heute geschafft 



Sonntag, 21. Juli 2024
8. Radltag: Nancy - Ligny en Barrois, 74 km, 680 hm
Übernachtung im Maison à deux pas du centre ville de Ligny en Barrois

Heute war die Radstrecke anspruchsvoller als bisher.
Wir fahren bei bedecktem Himmel los. Es geht von der Innenstadt stetig bergauf und es fängt auch an zu tröpfeln, also Jacke an. Kurz darauf hört der Regen wieder auf. also Jacke wieder aus.
Als wir aus Nancy herauskommen, rollen wir eine lange Abfahrt zur Mosel hinunter. Ein stückweit geht es noch am Moselkanal entlang.
Heute sind wir vollbepackt mit Lebensmitteln. Das soll uns nicht noch einmal passieren, dass es nichts zu essen gibt - speziell am Sonntag!
Unsere Route biegt vom Kanal ab. Auf einem verwaisten Fußballplatz gibt es ein paar überdachte Sitzplätze. Hier machen wir eine ausgiebige Pause. Jetzt wird das Gewicht - zumindest in den Taschen - reduziert.

Weiter geht es mit zum Teil steilen Anstiegen teilweise parallel zur Autobahn. Die Sonne zeigt sich nun und wir kommen gut voran. Etwa 10 km vor Ligny hat unser Navi allerdings einen sehr naturbelassenen Weg herausgesucht- eine Freude für jeden Mountainbiker - aber nichts für TourenfahrerInnen mit vollen Gepäcktaschen. Da hilft nur noch Schieben. Trotzdem kommen wir gut und relativ früh in unserem Quartier "Maison à deux" an. Gemütlich spazieren wir im warmen Sonnenschein durch die Stadt mit dem Fluss Ornain, ihrem Turm Valéran und der zum Teil noch erhaltenen Stadtmauer.




Nancy: wir verlassen die Innenstadt


bei Gondreville überqueren wir die Mosel...


... und landen auf einem Dammweg zwischen der Mosel und dem Moselkanal


unter einer Brücke ziehen wir wieder einmal die Regenkleidung an


nur einige Kilometer begleitet uns der Moselkanal 


in dem Städtchen Foug suchen wir Regenschutz neben einem Fußballplatz
und legen eine Esspause ein


Sonnenblumenfeld neben der Landstrasse bei Lay-Saint-Remy


bei Pagny überqueren wir den Fluß Meuse ...


... und geraten parallel zum Marne-Rhein Kanal auf kleine Hindernisse 


die Sonne kommt langsam durch - das Auge fängt die Pflanzenpracht ein 
(Pflanze: große Karde)


das Städtchen Void-Vacon im Sonntagsschlaf


diese Mauern aus Felssteinen ohne Mörtel findet man noch oft in Frankreich


ganz Frankreich freut sich auf die Olympiade - auch mit Autoreifen!
(in Ménil la Horgne)


die Abkürzung neben der Autobahn ist mühsam zu befahren...
(Foto oben und unten)




 Ligny-en-Barrois: Turm als Teil eines Verteidigungssystem von Graf von Valéran genutzt, 
im Jahr 1415 fertiggestellt


Glockenblume in der Turmmauer


Ligny en Barrois: Fluss Ornain mit Turm Valéran


unsere Übernachtung im Altstadthaus, 

1.und 2. Etage ebenfalls schön eingerichtet mit Bädern und Schlafzimmer




Samstag, 20. Juli 2024
Nancy Ruhetag: Besichtigung der Stadt und Besuch eines Freibads


"Kunstobjekt" mit Blumenwiese



Markthalle


Kirche Saint Sébastian


Place Stanislas


Place Stanislas mit Stanislas Monument und Rathaus


Place Stanislas: diese Anordnung von barockklassizistischen Gebäuden 
gehören zum Weltkulturerbe


Nancy: Eingang zum Parc de la Pépinière


Parc de la Pépinière: Springbrunnen (große Gaudi für Kinder bei diesen Temperaturen) 


Regierungspalast


Basilika Saint-Epvre nahe des Regierungspalastes


Porte de la Craffe (1390) - ältestes erhaltene Stadttor


Thermal- und Freibad, bei 30 Grad und Sonntag der Hit -
auch für Christiane !



Freitag, 19. Juli 2024
7. Radltag: Gunderchingen - Nancy, 73 km, 160 hm
Übernachtung im Nemea Appart Hotel Home Suite Nancy Centre :-))

Wir schlafen gut in unserem Zelt, auch wenn nachts lautes Hochzeitsquaken in allen Tonlagen vom See her zu hören ist.
Zum Frühstück gibt es Hagebuttentee und das, was noch da ist: Für jeden eine halbe Banane und Erdnüsse. Wir sind der Meinung, dass wir ja unterwegs schon einen Supermarkt, ein Café oder einen Bäcker finden werden. Unser Radweg (EU-gefördert) führt weiterhin unter dem Schatten der Bäume am Kanal entlang. Wir sehen Reiher, viele Bachstelzen und Schwäne. An manchen Stellen hören/sehen wir Mähdrescher und Traktoren, die die Getreidefelder bearbeiten. Das Gebiet gehört zum von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservat Südmosel. Eine Störchenfamilie fliegt über unsere Köpfe.
Die internationalen Radwege EV 5 (Rotterdam-Schweiz) und V52 (Paneuropa Radweg Prag-Paris) trennen sich hinter dem Gunderchinger Weiher. Der EV 5 biegt nach Norden ab (Saarbrücken, Luxemburg) . Uns begleitet der V52 nach Paris.
Nun ist es doch schwieriger als gedacht etwas zum Frühstücken zu finden. Die Cafés sind stillgelegt, in den kleinen Orten am Kanal gibt es nichts.
Erst nach ca. 60 km kommen wir in einen größeren Ort Dombasle sur Meurthe. Ein Radfahrer führt uns zum Supermarkt. Es ist mittlerweile sehr heiß geworden (31 Grad). Im Schatten verzehren wir Kirschen, Joghurt, (ziemlich hartes) Vollkornknäckebrot und Käse. Eis und kalte Cola gibts dann auch noch. 
Von Weitem sehen wir die Kathedrale St. Nikolaus. Unser Weg führt weiterhin am Kanal entlang, jetzt allerdings ohne Schatten der Bäume. Wir fahren vorbei an hohen Kohlebergen, einer Fabrik zur Salzverarbeitung und an einer Zementfabrik.
Den Tag beschließen wir in einem Appartement in Nancy, wo wir für 2 Nächte gebucht haben.



Durch den Gunderchinger Weiher (Etang de Gondrexange) wird der Marne - Rhein Kanal geführt . 
Über den Kanaldamm wird der EV 5 und V 52 als Radwege geleitet.


             

                               Biosphärenreservat Südmosel mit  Gunderchinger Weiher                                                                    




mehr als 40 Schleusen am Marne-Rhein Kanal haben uns bisher in Frankreich begleitet


Dorf Lagarde - leider auch ohne Lebensmittelgeschäft


Angler in ihrem Element


Fluß la Meurthe kreuzt Kanal Marne - Rhein (Foto oben und unten)



Donnerstag, 18. Juli 2024
6. Radltag: Waltenheim - Gunderchingen, 68 km, 340 hm
Übernachtung auf dem Campingplatz "Les Mouettes" (Möwen)

Wir frühstücken im Hotel Anker gemeinsam mit den Bootsfahrern die wir am Abend zuvor hier kennengelernt haben. Maurice und seine Frau sorgen netterweise wieder für uns. 
Unser Radweg auf dem EV 5 (nicht mehr EV 15) führt uns weiter am Marne-Rhein Kanal entlang. Bei einer Pause treffen wir eine Gruppe von Bootsfahrern aus Grafrath und Oberschleißheim, die hier gemeinsam im Hausboot auf dem Kanal entlang schippern. 
In Saverne (auf deutsch Zabern) schauen wir uns den Kreuzgang der katholischen Kirche mit ihren ausgefallenen gut erhaltenen Malereien an. Hier ist heute Markt mit Stadtfest. Wir schlendern durch die Altstadt mit den alten Fachwerkhäusern und trinken Tee im Salon de Thé.
Die weitere Fahrradtour führt uns über von hohen Bäumen beschattete Radwege am Kanal entlang. Nun wird die Landschaft hügeliger und wir treffen immer wieder Radfahrer und Jogger. Links fließt der Fluß Zorn und rechts verläuft der Kanal. Unser Weg führt weiter bergauf. Der Kanal hat nun kein Wasser mehr, sondern macht bunten Blumen Platz. Links fällt der Wegrand zu einer steilen Schlucht  ab, rechts erheben sich senkrecht die Felsen. Schließlich führt der Kanal durch einen Tunnel unter dem Berg hindurch, den wir wiederum oben überqueren. 
Auf Nebenstraßen führt der EuroVelo 5 nach und nach bergab. Wir treffen ein Pärchen aus Belgien/Frankreich (wohnen in den Niederlanden), die ein Problem mit der Sattelstütze haben. Helmut kann zumindest provisorisch helfen, mit dem Werkzeug und Material, das er von ganz unten aus seiner Packtasche hervorholt.
Wir beschließen den Tag auf dem einzigen Campingplatz, der an unserem Weg liegt und der auch Zugang zu einem großen See hat. Wie schön, entspannt im kühlen See schwimmen zu können.
Wir haben nichts für das Abendessen eingekauft und das Restaurant ist ausgebucht. Der Platzwart treibt noch eine Dose Ravioli auf. Mit Gurken, Weißkraut und Paprika können wir das Essen etwas aufwerten. 



Abschied von Maurice und seinem Restaurant Anker


nach ca 10 km auf dem Kanalradweg treffen wir die Bootsfahrer 
aus Grafrath und Oberschleißheim


Blick auf Saverne


Saverne: wir kämpfen uns durch die Altstadt mit Markt



Saverne: Saint Antoine de Padoue



Saverne: Altstadt mit Fachwerk und Turm der Pfarrkirche 
Notre Dame de la Nativite (Foto oben und unten)



Saverner Schloß


Saverne: Rathaus 


Die Landschaft neben dem Marne-Rhein Kanal verändert sich


Lutzelbourg


nahe Henridorff ist der Kanal ausgetrocknet - steile Felswände erheben sich
auf der nördlichen Seite 


Schneckenbusch: alte noch intakte Ziegelei


Kreuzung zwischen Fluß Sarre (unten) und Marne-Rhein Kanal (oben)


Campingplatz "die Möven" bei Gunderchingen


Wir haben die Hälfte der Strecke geschafft!


der Campingplatz liegt am See Grand Ruisseau


eigentlich wollten wir im Restaurant essen - es kam anders !


Mittwoch, 17. Juli 2024
5. Radltag: Karlsruhe - Waltenheim im Elsaß, 91 km, 170 hm
Übernachtung im Hotel / Restaurant Anker / a L'ancre

Heute geht unsere Radtour weiter nach Frankreich. Wir radeln auf der Fahrradstraße durch Karlsruhe und von dort zuerst zum Fermasee (km 10), um dort noch zu schwimmen und das Wasser zu genießen. Nach kurzem Ratsch mit einer Lehrerin, die hier auch gerne schwimmt, fahren wir weiter über kleine Straßen und Radwege, durch kleine Ortschaften vorbei an Streuobstwiesen. Wir überqueren den Rhein mit einer Fähre bei Plittersdorf und kommen nach Frankreich. 
Dort fahren wir parallel zum Fluß auf dem EuroVelo15 nach Süden. Etwa 20 km vor Straßburg geht es nach Westen auf schmalen Radwegen am Canal de la Marne au Rhin (Marne- Rhein Kanal) entlang. Hier begegnen uns viele Radfahrer und Läufer. Wir haben einen Campingplatz nahe Brumath im Visier, da wir heute bei angenehmen Temperaturen gerne zelten wollen. Dabei landen wir am Restaurant Anker mit deutschsprachigen Chefs, die uns erklären, dass es hier keinen Zeltplatz gibt, allenfalls einen Stellplatz für Wohnmobile. Unsere Räder sind zwar mobil, eignen sich aber ansonsten nicht zum Wohnen.
Glücklicherweise verfügt das Haus auch über ein Fremdenzimmer,  das sie in aller Eile für uns herrichten. Und es gibt  auch noch traditionellen elsässischen Flammkuchen zu essen. Maurice und seine Frau sind eigentlich schon in Rente, sie helfen aber ihrer Tochter, die das gutgehende Restaurant leitet. 
Das Frühstück buchen wir zusammen mit einer 6-köpfigen deutschen Reisegruppe, die auf ihrem Hausboot schlafen und morgen auf dem Kanal weiter in Richtung Rhein schippern. 



Fermasee: glasklares Wasser lädt zum Schwimmen ein



Aufforderung zum Stadtradeln als grosses Symbol auf dem Asphalt.
Helmut und Christiane haben beim Stadtradeln in Bayern mitgemacht


Radweg entlang von Streuobstwiesen


... noch 1 km Deutschland, dann haben wir Frankreich erreicht!


Am Rhein bei Plittersdorf warten wir auf die Fähre ( Foto oben und unten)



Die Fähre wird durch die Strömung des Rheins angetrieben.
Ein Seil, quer über den Fluss gespannt, hält die Fähre auf gleicher Höhe


In Frankreich erwartet uns der EuroVelo Fernradweg 15, 
der von der Rheinquelle in der Schweiz bis nach Rotterdam führt


Schilderwald auf der Radstrecke


Blumenschmuck auf einer Brücke bei Beinheim im Elsaß (Fluß Stadenrhein)


Sonnenblumenfeld bei Roppenheim im Elsaß


Wat Simoungkhoune, ein Theravada Tempelkloster:
Sind wir in Asien gelandet? Buddhistische Pagode in Souffelweyersheim


Kanal de la Marne au Rhin


Wo gehts hin? Es gibt nur 2 Möglichkeiten: 
links- oder rechtsseitig des Kanals



Montag, 15. Juli 2024
Rhein und Seentour in den Südwesten von Karlsruhe: 34 km, 100 hm
Übernachtung im Acora "living the city" Apartment

Es ist ein warmer sonniger Tag mit einer Temperatur bis zu 31 Grad. Museen haben montags zu - es wäre bei diesem schönen Wetter auch schade, die herrlichen Stunden in einem Gebäude zu verbringen. Helmut plant eine Rheintour, die am Ostufer des Flusses gen Süden entlang führen - und mithilfe einer Fähre auf die Westseite gen Norden fortgesetzt werden sollte. Es kam anders. Der Rhein führt noch zu viel Wasser für eine Fähre, die nächste Brücke im Süden ist zu weit weg. Der Fermasee, auch Neuburgweiher genannt, lädt deshalb auf der östlichen Rheinseite zu einem ausgedehnten Bad ein. 
Danach gehts weiter zu einem Baggersee, wo viele Menschen eine Abkühlung suchen - auch Helmut.
In einem großen Kiosk am See gibt es ein Eis zur Belohnung. Anschliessend geht's auf den Heimweg in die Karlsruher Innenstadt.




Rheinstrandbad Rappenwört (Foto oben und unten)


Das Bad ist offenbar geschlossen - es sind keine Schwimmer von außen zu sehen


der Deichweg neben dem Rhein führt direkt zum Fermasee (Neuburgweiher)


Helmut ist überrascht, wie klar das Wasser des Fermasees ist



es ist keine Fähre weit und breit zu sehen...


... nur einige Gänse treten die Flucht vor dem Schiffsverkehr an


ein Wald mit vielen Mücken und exzellenten Wegen...


... bringt Helmut zum Baggersee (Epplesee)



Sonntag, 14. Juli 2024
Karlsruhe - Helmuts Citytour mit dem Fahrrad: 22 km, 70 hm
Übernachtung im Acora "living the city" Apartment

Christiane hat einen Termin in Garmisch Partenkirchen und nimmt ihn mit dem Zug wahr. 
Um diese Aktion stressfrei durchzuführen, planen wir drei Tage ein für diesen "Ausflug".
Der Plan ist, dass wir Mittwoch unsere gemeinsame Radtour nach Paris fortsetzen.
Helmut überbrückt diese Tage und besichtigt Karlsruhe mit dem Fahrrad. Der sonnige Sonntag treibt viele Menschen nach draußen, in die Parkanlagen und zu den Sehenswürdigkeiten. Die Stadt macht einen quirligen Eindruck, obwohl alle Geschäfte geschlossen haben.
Helmut genießt diese Atmosphäre und folgt dem vorgeschlagenen Fahrrad Cityring durch Karlsruhe.
Diese Stadt mit vielen Fahrradstrassen und Radwegen treibt viele Liebhaber des Zweirades kreuz und quer durch ihre Stadt. 




Schloß und Park - auch mit einer Dampflok zu befahren 


...noch ein bißchen ölen- dann geht´s los!


Marktplatz mit Stadtkirche


Rathaus am Marktplatz


Forstliches Bildungszentrum im Fasanenschloß


Altes Malzwerk, heute Sitz vieler Firmen u.a. Filmproduzenten 


Musikhochschule im Schloß Gottesaue


Zoologischer Stadtgarten mit Vergnügungspark


Gutenbergplatz mit Brunnen



Samstag, 13. Juli 2024 
4. Radltag
Tour von Eutingen nach Karlsruhe: 43 km, 190 hm
Übernachtung im Acora "living the city" Apartment





Wir brechen 9:40 Uhr vom Gasthof Krone auf. Steffen haben wir am gestrigen Abend noch einmal getroffen. Er muss heute seine Arbeit in Pforzheim fertig machen. Gestern ist er nicht mit dem Rennrad sondern mit dem Auto zum Quartier gefahren. Wir konnten noch einmal gemütlich zusammen sitzen. 
Wir setzen unsere heutige Reise am Enzradweg fort und kommen nach 3 km am ehemaligen Pforzheimer Gasometer vorbei. Der ist nicht mehr in Betrieb, sondern beherbergt eine Kunstausstellung  mit Panoramabild von Yadegar Asisi. Wir bekommen sogar eine Führung zur Pergamon Darstellung, in der uns alles über die Stadt und die Entstehung des Bildes erzählt wird. Das 360 Grad Rundumbild erstreckt sich über den gesamten Innenraum des Gasometers. Treppen im Inneren ermöglichen verschiedene Perspektiven aufs Kunstwerk. Es wurde mit Zeichnungen und Fotos erstellt, die digital in das Bild eingebaut sind. Asisi hat jahrelang an dem Werk gearbeitet. Je höher man steigt, um so mehr erschließt sich ein dreidimensionaler Eindruck von der vorchristlichen Darstellung. 
Am Nachmittag satteln wir wieder unsere Stahlrösser und setzen die Reise parallel zum Fluss Enz fort. Wir passieren Cafés und Straßenfeste auf dem Radweg, der später auf einer ehemaligen Bahnstrecke verläuft. 
Durch ein idyllisch gelegenes Dorf (Ellmendingen) treffen wir auf einen kleinen Zufluss zur Pfinz, über den schmale, blumengeschmückte  Brücken führen. Wir folgen dem Bach und später der Pfinz. Dieser Fluss führt uns durch die Stadt Remchingen. Schwungvolle Musik macht uns neugierig. Hier übt die italienische Band Solo Noi (nur wir) für den ab 18:00 Uhr geplanten italienisch-deutschen Abend. Dieses Fest gibt es hier jedes Jahr. Die Leute bringen Tiramisu und Kuchen mit. Sie erzählen von ihrem Leben in Deutschland und wir erzählen von unserer Reise durch Sizilien im Jahr 2019.
Wir müssen die Gastfreundschaft aber leider ablehnen, denn wir haben für Karlsruhe schon gebucht. 
Wir folgen den Radwegen neben dem Fluss bis wir in Karlsruhe wieder breite Fahrradstraßen nutzen können. 
Jetzt wird erstmal ein Großeinkauf getätigt, denn hier haben wir eine Küche zur Verfügung.


Gasometer Pforzheim - heute Technikdenkmal. 
Im Inneren hat der Künstler Yadegar Asisi ein 360 Grad Panoramabild von Pergamon ausgestellt,
einer der reichsten Metropolen der Antike im Jahre 129 v. Chr. 


Wartezeit auf der Restaurantterrasse des Gasometers - unsere Führung startet um 11 Uhr


Reliefplatten vom Nordfries des Pergamonaltars


Panoramabild von Pergamon 



Auszug des Bildes: hier hat sich der Künstler selbst verewigt beim Pastinakenverkauf


Turm im Inneren des Gasometers, um als Zuschauer verschiedene Perspektiven zu erhalten


Pforzheim: Arkadenradweg neben der Enz


Esspause nahe Dietlingen: Radweg auf ehemaliger Bahntrasse


Ellmendingen mit Arnbach und blumengeschmückten Brücken


Ellmendingen


Remchingen: deutsch-italienisches Fest mit italienischer Gruppe "solo noi"


Freitag, 12. Juli 2024 
Ruhetag: Ausflug nach Pforzheim (ohne Fahrräder)

Wir schlendern durch die Innenstadt von Pforzheim und schauen uns den Marktplatz, das Rathaus, die Barfüßerkirche und den Dreiflüssebrunnen an.                                                                                
Trotz schlechter Wetterprognose wagen wir einen Besuch im Freibad Wartberg.
Es fängt an zu donnern, deshalb dürfen wir erst nach einer halben Stunde ins Wasser - dann aber genießen wir das 50m Schwimmbecken mit herrlicher Grünanlage rundum.


Dreiflüssebrunnen mit "stadtbildprägendem" Turm des Bezirksamtes


Wartbergfreibad mit 10m! Sprungturm und Schwimmbecken


Blick auf Pforzheim vom Wartberg


Donnerstag, 11. Juli 2024 
3. Radtag
Tour von Göppingen nach Eutingen bei Pforzheim: 90 km, 590 hm
Übernachtung im Gasthaus Krone



2 Teilrouten über Komoot, da das Programm abgestürzt ist

Wir starten in Göppingen im Regen. Nach 15 km lichtet sich der Himmel. In Plochingen gönnen wir uns ein zweites Frühstück. Es geht weiter Richtung Stuttgart. Hier ist alles dicht bebaut. Durch Esslingen führt eine breite vorfahrtsberechtigte Fahrradstraße. Auf der rechten Seite erheben sich hinter den Häusern steile Hänge mit Weinanbau. Wir überqueren den Neckar und fahren durch das Neckartal nach Stuttgart Unter- und Obertürkheim. Rechts fließt der Neckar, links verläuft die Autobahn. Am Heilwasserbrunnen machen wir kurz halt. Das Wasser schmeckt seltsam,  ist aber wohl sehr mineralstoffhaltig. Weiter geht es auf dem Radweg durch den Rosensteinpark mit Futterwiesen, der auch einen kleinen Tierpark umfasst.
Nach und nach verlassen wir die Stadt. Eine lange Abfahrt führt uns nach Vaihingen und auf einem verkehrsfreien Radweg nach Pforzheim zum Gasthof Krone, wo wir einen Ruhetag einlegen wollen. Der Abend im Gasthof wird lang. Hier treffen wir Steffen, der aus der Umgebung von Chemnitz kommt, hier als Servicetechniker arbeitet und immer sein Rennrad dabei hat.





Vorort von Stuttgart: Mischung aus steilen Weinanbauhängen und Fabriken
(Foto oben und unten)



Überquerung des Neckars bei Untertürkheim


Stuttgart: links Stadtautobahn, rechts Neckar


Stuttgart: Radbrücke am Rosensteinpark


Leuze Brunnenwasser (staatlich anerkanntes Heilwasser :-))



Stuttgart: Querung des Rosensteinparks


Stuttgart: Naturkundemuseum Schloß Rosenstein


Stuttgart: Porsche und Mercedes Fabriken sind unübersehbar


Keltisches Fürstengrab Hochdorf (550 v Chr)


Blick auf Enzweihingen


Enzweihingen


Fachwerkhaus in Enzweihingen (Verwaltungshaus)


Überquerung der Enz bei Enzberg




 
Mittwoch, 10. Juli 2024
2. Radtag
Tour von Burgau (Silbersee) nach Göppingen: 82 km, 450 hm
Übernachtung im Hotel Drei Kaiserberge



Auf unserem Campingplatz haben noch zwei Jugendliche übernachtet. Sie fahren mit Rennrädern und Zelt von Sylt nach Oberstdorf. Auch der Wanderer, der um 6: 00 Uhr morgens schon aufgebrochen ist, um die Mittagshitze zu vermeiden, hat dieselbe Route, aber natürlich völlig andere Wege. 

Wir begeben uns erst mal auf den Donauradweg. Es regnet und der Sand der Wegstrecke legt sich auf unsere Räder. Später geht es vom Donautal auf steilen Straßen auf die Schwäbische Alb. Da hilft nur noch das schwer bepackte Rad bergan schieben. Oben führt der „Bioradweg“ stetig bergauf bergab. Der Regen tut ein Übriges um die Laune zum Sinken zu bringen.
Ein Glück, dass die Tour  nun ins ebene Lonetal führt und der Regen langsam nachlässt. 
In Westerstetten finden wir ein Café, in dem wir uns mit Käsesahnetorte und Rababerkuchen stärken können.
Wegen einiger Baustellen müssen wir Umleitungen folgen, die uns zu einer Kneippanlage führen. Sie liegt kurz hinter der Quelle der Lone weshalb das Flusswasser eiskalt ist. Zwei Runden im Storchenschritt entlang der Eisenstange verlangen uns alles ab. Aber wir vertrauen auf den Gesundheitseffekt, wenn sich die eiskalten Füße wieder aufwärmen.

Eine Fahrradstraße führt uns durch den Ort Kuchen (wo wir keinen Kuchen essen). Um 19:30 Uhr kommen wir schließlich in unserem Hotel in Göppingen an. Campingplätze gibt es keine in der Gegend. Die ganze Stadt ist von einer verkehrsberuhigten fuß- und radfreundlichen Straße durchzogen. Überall gibt es Cafés und Restaurants, in denen sich die Leute treffen und fröhlich essen und trinken... und am Abend das Halbfinale Niederlande gegen England schauen.



Altstadt von Günzburg (Foto oben und unten)



Donau Radweg


Kloster in Elchingen



3 stündige Regentour durch die Schwäbische Alb 


Domizil für Schwalben


die Sonne lässt sich wieder blicken ...


Kneippen in der eiskalten Lone



Dienstag, 9. Juli 2024 
1. Radtag
Tour von Fürstenfeldbruck nach Burgau: 90 km, 540 hm
Übernachtung auf dem Campingplatz am Silbersee



Heute ist unser erster gemeinsamer Radtag. Christiane hat alles soweit als möglich minimiert um Gewicht zu sparen. Aber Essig und Öl in Flaschen muss dann doch mit. Helmut transportiert Werkzeug, Zelt und Computer mit seinem E-Bike.
Unser Navi führt uns über Germerswang nach Egenhofen, wo es die erste Pause bei der Metzgerei gibt. Da können wir einfach nicht vorbeifahren.
Wir entscheiden uns für Sülze, das isst man ja sonst nicht so oft. Draußen an der Bushaltestelle gibt es einen gemütlichen Sitzplatz. Gegenüber hält der Bus „Betriebsfahrt“ das heißt er macht auch eine Pause an diesem kulinarisch interessanten Platz. Nun kommt noch ein LKW, der auch Hunger hat und auf den Parkplatz an der Metzgerei fährt. Ein breiter Krantransporter kommt auf die Straße von Weyhern herauf, kann aber nicht zwischen LKW und Bus durchfahren. Auch dezentes Hupen wirkt erst mal nicht. Wir wollen ihm gerade den Tipp geben, doch auch eine Brotzeitpause einzulegen und die Straße gleich ganz zu blockieren, als der Fahrer des LKWs Platz macht und sich der Krantransporter zwischen den beiden Fahrzeugen durchschlängeln kann. 
Für uns geht es weiter über Baindlkirch und  Ottmaring nach Friedberg. Die Fahrt durch Augsburg zieht sich durch viele Ampeln dahin bis wir endlich auf den fast durchgehenden Radweg in Richtung Ulm stoßen. Hier fahren wir durch Feld und Wald und genießen unsere Tour bei schönstem Sonnenschein und 30 Grad. Mit Erdbeeren und Kirschen als Wegzehrung erreichen wir den Silbersee bei Burgau, wo wir unser Zelt aufschlagen. Der See ist nicht ganz so silbern, wie sein Name sagt, sondern zeigt sich eher von der nährstoffreichen Sorte, kühlt und lockert aber trotzdem die Muskeln. 
Den Abend beschließen wir im italienischen Restaurant auf der Seeterrasse. 



Abreise um 10 Uhr


Komoot hat wieder schöne Radwege herausgesucht


Mit Windenergie tut sich Bayern sehr schwer....man sieht diese Energieerzeugung sehr selten


Friedberger Altstadt


Edekamarkt in Horgau. Helmut wartet auf Christianes Einkäufe und unterhält sich mit einem Biker. Vom Tauschvorschlag Harley gegen E-Bike hält er nichts ! :-))


es ist Erntezeit! Überall sieht man Raps- und Getreidefelder die bereitstehen zur Ernte!


Auf diesem abgeernteten Feld tummeln sich 22 Störche für eine Mahlzeit


Unser Tagesziel ist erreicht: Silbersee bei Burgau


Blick von der Restaurantterrasse auf den See




 




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