Samstag, 17. August 2024
Rougemont - Pouilly en Auxois : 67 km, 320 hm
Übernachtung auf dem Campingplatz "Vert Auxois"
Wir schlafen bis um 9:10 Uhr, denn der Raum ist sehr dunkel. Nun heißt es aber hurtig fertig werden. Für ein gemütliches Frühstück bleibt natürlich schon noch Zeit. Wir sind überrascht, dass außer uns noch eine 4-köpfige Gruppe und eine Familie übernachtet hat. Alle sind mit Fahrrädern da.
Unser Weg führt weiter am Kanal entlang. Es geht rasch voran. Wir treffen ein älteres englisches Ehepaar mit Tandem und Anhänger. Sie wollen nach Genua, wo ihre Tochter bei einem Ruderwettbewerb teilnimmt und fahren heute noch nach Dijon. Das sind noch ca 120 km. Wir haben den Weg auf zwei Tage aufgeteilt.
Heute treffen wir einige Radtouristen.Dieser Radweg am Kanal ist anscheinend recht beliebt in Frankreich.
Da es über booking.com keine Unterkünfte auf unserer Strecke gibt, peilen wir einen Campingplatz an, der auch gut ausgestattet und fast direkt am Kamal liegt. Auch hier übernachten viele Fahrradtouristen,
beim Abbiegen auf den Fernradweg EV 51 sehen wir ein Tandem mit Anhänger
... es sind Robert und seine Frau aus Südengland
sie möchten noch heute bis Dijon radeln (120 km)
EV 51 Radweg am Kanal Burgund
Helmuts neuer Job : Schleusenöffner/schließer
Projekt Glasfaserverlegung am Kanal im Jahr 2023- da kam Helmut zu spät
Schleusentor abdichten wäre auch noch ein guter Job
kleines Stelzen-Holzhaus am Kanal, eventuell als Ferienhaus benutzt
einige Regentropfen fallen - Helmut mit Verkleidung
wir haben das Tagesziel erreicht: Campingplatz Vert Auxois
Freitag, 16. August 2024
Lac d' Orient - Rougemont : 87 km, 990 hm
Übernachtung im "Les chambres de Rougemont"
Der Lac d´Orient ist ein sehr schöner großer See mit „Strand“, an dem viele Familien mit Sonnenschutzzelten, Tischen und Picknickkörben den Feiertag verbringen. Wenn man die abgesperrten Nichtschwimmerflächen - am besten im Entenschwimmstil - überwindet, ist die Wasserqualität sehr gut und schön zum Schwimmen geeignet. Wir legen einen sonnigen und schläfrigen Ruhetag ein.
Am 16. 8. soll es wieder weiter gehen. Wir frühstücken auf dem Campingplatz gegenüber dem Spielplatz, denn hier gibt es Bänke und ein Tisch. Wir beobachten die Kinder: Im „Erdgeschoss“des Spielplatzes kann man auf Seilen oder einer Slackline balancieren, indem man sich an Schnüren festhält, die nach jedem halben Meter herunterhängen. Das gefällt den (sehr) kleinen Mädchen. Die Jungen steigen auf der Wendeltreppe in den „1. Stock“. Hier gibt es Netze, auf denen man ähnlich wie auf einem Trampolin herumhüpfen kann. Dieser Campingplatz bietet viel für Familien. Die Kinder kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Es gibt sogar ein kleines Freibad.
Helmut und Christiane diskutieren erst mal aus, wer abspülen darf und wer die Essig- und die Öl Glasflaschen einpacken darf. Christiane will schließlich auch etwas Gewicht am Rad haben :-)
In der Bourgogne (Burgund) sieht die Landschaft grüner aus mit Wiesen und Wäldern und Kühen auf der Weide. Wir reisen los und nutzen die verkehrsarmen Landstraßen. Unsere Route wechselt mit Anstiegen und Abfahrten. Wir befinden uns zunächst noch in der Champagne mit den vielen Probierkellern, die wir aber - etwas wehmütig- lieber nicht aufsuchen. Wir sind spät dran und haben Gegenwind und die Sonne meint es gut mit uns. Wir passieren einige kleine Ortschaften, die wie ausgestorben sind. In Reviere allerdings wird ein Dorffest vorbereitet, laute Musik hört man schon von der Ferne. Der DJ ist schwer im Einsatz und richtet noch das Laserlicht und die Scheinwerfer für die Bühne ein. Wir trinken zwei Cola und erzählen von unserer Radreise. Die letzten 7 km bis zu unserem Tagesziel kommen wir auf den EuroVelo EV 51 Radweg an den Kanal de Bourgogne, der die Orte Migennes und Dijon verbindet. Wir beobachten Bisamratten mit Jungen, die die Blätter fressen, die vom Mähen oder vom Wind ins Wasser geweht wurden. Hier ist es windgeschützt und wir blicken auf die hohen Felswände auf der gegenüberliegenden Seite.
In Rougemont haben wir ein Quartier gebucht. Das Haus stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Gastgeber wohnen im historischen Turm, zu dem eine alte steinerne Wendeltreppe hinaufführt.
Badespaß am Lac d´Orient
... aber auch die Segler sind an diesem aufgestauten See vertreten
wozu mag diese Deko dienen?
Sonnenblumenfelder und abgeerntete Getreidefelder wechseln sich ab
wir passieren Dörfer, die wie ausgestorben sind
im Ort Bar sur Seine fällt die turmlose Kirche Etienne ins Auge ...
... sie besitzt sehr schöne Kirchenfenster
Bar sur Seine: in der Taverne Fischer stärken wir uns mit einem Salat
diese Ungetüme kennen wir schon! Wo diese Fahrzeuge mit den Giftkübeln herumfahren,
können die Weinfelder nicht weit weg sein ....
... und tatsächlich, Weinfelder gibt es wieder zahlreiche neben den Straßen
alte Weinpresse zur Deko am Wegesrand
dieses Gebäude in Riceys ist von Efeupflanzen komplett bedeckt
wir entdecken die Seine als kleines Bächlein- sie entspringt im Burgund
Hundegebell begleitet uns Radfahrer oft in dieser Gegend.
Gut, dass diese Beißer hinter dem Zaun stehen...
altes Wegkreuz
in Reviere wird heute Abend ein Dorffest organisiert
Eurovelo Weg EV 51 neben dem Burgunder Kanal
dieses Prachtexemplar von Bisamratte und viele Kollegen schwammen im Kanal
Rougemont protestiert auch mit auf dem Kopf stehenden Ortsschild gegen die Regierungspolitik
wir sind sehr zufrieden mit unserer Unterkunft in historischen Gemäuern
Mittwoch, 14. August 2024
Nogent sur Seine - Lac d' Orient : 90 km, 600 hm (davon Strecke 82 km + 8 km Orientierung)
2 Übernachtungen auf dem Campingplatz Lac d' Orient
Um 11:00 Uhr lässt der Regen langsam nach. Wir verabschieden uns von dem Belgier Kaspar, der in den Niederlanden wohnt und mit dem Motorrad unterwegs ist. Er fährt weiter nach Brüssel.
Unser Weg führt uns auf einem Radweg zur Seine. Es wird landschaftlich immer reizvoller mit vielen Weihern und Seerosen, jedoch für uns völlig unwegsam. Wir befinden uns auf einem Wanderweg. Bis zu dem anvisierten Campingplatz am See würden wir es nicht bis zum Einbruch der Dunkelheit schaffen. Es heißt also umdrehen. Nach etwa einer Stunde sind wir wieder an dem selben Ort, von dem aus wir heute gestartet sind.
Helmut stellt den Navi auf Rennrad um und nun stehen nur noch 82 km (statt 91 km an der Seine) auf dem Plan.
Es geht über eine verkehrsarme Straße mit verlassen wirkenden Dörfern, durch die nur alle 5 Minuten ein Auto kommt. Die Strecke ist wellig. Wir haben Gegenwind. Am Horizont sind Windräder zu sehen, die mittags vermutlich wegen des nahen Atomkraftwerks still stehen, aber nachmittags in Betrieb genommen werden.
Wir fahren an riesigen Hanffeldern vorbei, vermutlich ist das Nutzhanf, der zur Papierherstellung oder für Bauzwecke verwendet wird. Hanf enthält 8 verschiedene Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Die Samen dürfen aber einen bestimmten Grenzwert an THC nicht überschreiten.
In Troyes kaufen wir ein und fahren irrtümlicherweise zunächst auf einer Schnellstraße aus dem Ort. Wir drehen um und finden den grünen Radweg, der in das Erholungsgebiet mit dem künstlich angelegten See Lac d ´Orient führt. Um kurz vor 20:00 Uhr erreichen wir den anvisierten 4 Sterne Campingplatz. Es empfängt uns das Schild: "We are booked out". Dieser Platz hat zwar eine Schranke, die Autos von der Einfahrt abhält, nicht jedoch Fahrradfahrer. Wir finden neben einem Volleyballplatz und einem nicht belegten Stellplatz eine Möglichkeit unser Zelt aufzustellen. Heute kochen wir Risotto mit etwas Chorizzo, Karotten, Zwiebeln und Tomaten auf unserem kleinen Gaskocher. Langsam bekommen wir auch darin Routine.
Am 15.8. haben wir offiziell eingecheckt und bleiben hier noch eine Nacht. Der See ist sehr schön und gut zum Schwimmen geeignet.
dieser Schlammweg endet im Wald ... wir mussten umdrehen
Helmuts Annahme, dass nach dieser Brücke der Veloweg V33 beginnt, war ein Täuschung
wir routen auf Rennradmodus und nehmen verkehrsarme Straßen -
wir wundern uns über etliche Felder mit Hanfanbau
erst können wir´s nicht glauben, aber die PflanzenApp bringt Sicherheit !
ursprünglich geplanter Weg (oben dünnblaue Linie an der Seine)
die einzigen Radfahrer, die uns auf unserem heutigen Weg begegnen
19:30 Uhr: gut angelegter Freizeitradweg (V505) neben dem Kanal Restitution-
jetzt nähern wir uns dem Naturpark mit dem See Orient
... hier könnt ihr euer französisch aufpolieren
unsere illegale Übernachtung auf dem ausgebuchten Campingplatz
Dienstag, 13.August 2024
Thomery - Nogent an der Seine : 84 km, 430 hm
Übernachtung auf dem Campingplatz in Nogent
Wir frühstücken auf der Terrasse unseres Appartements mit Blick auf den Fluss, Christiane nutzt die Gelegenheit einmal in der Seine zu schwimmen, Sie schwimmt gegen die Strömung und kommt nur mühsam etwas vorwärts. Beim Rückweg geht es entsprechend schneller und man muss aufpassen, den Ausstieg über das Boot der Vermieter nicht zu verpassen.
Unsere Radreise führt uns zunächst am Fluss entlang durch ein Waldgebiet in den nächsten Ort Moret-Loing-et-Orvanne. Wir können uns der schönen Kleinstadt allerdings kaum widmen, da bei Helmuts Rad Probleme mit der Kupplung aufgetreten sind und wir schon laut darüber nachdenken, ein Auto zu mieten. Immerhin finden wir hier einen Bioladen und können Getränke und Obst kaufen. Zumindest haben wir gutes Essen. Das hebt die Laune.
Nach mehreren Versuchen setzt sich das E-Bike von Helmut wieder in Bewegung. An einer Tankstelle pumpen wir die Reifen gut auf. Dadurch geht auch alles besser.
Nun müssen wir ca 4 km auf einer Hauptverkehrsstraße fahren, bevor uns der Navi auf Nebenstraßen führt. Wir haben leichten Rückenwind und kommen gut voran,
Unser Zwischenziel ist heute Provins. Die gut erhaltene mittelalterliche Stadt mit Festung, Stadtmauer und Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist Weltkulturerbe.
Außerdem gibt es dort sehr gutes Eis aus aktueller Produktion zur Abkühlung.
Später geht es weiter nach Süden. Wir haben einen Campingplatz in Nogent an der Seine ausgesucht, den wir ansteuern. Je näher wir unserem Ziel kommen, umso unwegsamer wird allerdings die Strecke. Schließlich führt uns unser Navi vor ein Fabrikvorplatz, der mit einer dicken Kette und Vorhängeschloss gesichert ist. Helmut hat eine große Auswahl an Werkzeug dabei, die Flex allerdings nicht :-). Wir drehen also um und umfahren das Firmengelände auf einem Trampelpfad. Schließlich landen wir wieder auf dem EuroVelo 3 und radeln parallel zum Kanal de Beaulieu bis in den Ort Nogent an der Seine angrenzend auf dem Campinplatz an der Seine.
Es ist nun 19:40 Uhr und die Rezeption ist geschlossen. Außer uns steht noch ein belgischer Motorradfahrer vor dem verschlossenen Tor. Verständnisvolle Camper lassen uns aber rein, so dass wir nicht draußen zelten müssen, sondern die Duschen und Toiletten und auch den Strom nutzen können. Wir kochen Gemüsesuppe mit den mitgebrachten Kartoffeln, Lauch und Karotten,
Nachts bahnt sich die nächste Herausforderung an: Es regnet leicht. Der Regen wird am Mittwochmorgen immer stärker. Ein Glück, dass es einen überdachten Sitzplatz mit Tisch gibt. Hier warten wir mit unser Weiterfahrt ab bis der Regen aufhört.


"unser" Appartement mit Hund aus Keramik
Blick von der Terrasse auf die Seine
Stadttor von Moret-Loing-et Orvanne
Moret-Loing-et Orvanne
Provins, da möchten wir hin - auch auf dieser fahrradunfreundlichen Strasse
alte Fachwerkhäuser begrüßen uns
St. Quiriace aus dem 12. Jahrhundert (Foto oben und unten)
achteckiger Turm César und Reste der Stadtmauer (Foto oben und unten)
denkmalgeschütztes Viertel mit altem Fachwerk
19 Uhr: in der Abendsonne taucht Tagesziel Nogent auf ...
... und die Kühltürme des AKWs ebenfalls :-((
"unser" Zeltplatz mit überdachter Sitzgelegenheit
Montag, 12.August 2024
Paris (Montreuil) - Thomery an der Seine: 92 km, 400 hm
Übernachtung in Ambiance Seine, Appartement sympatique en Bord de Seine
Heute geht das Fahrradabenteuer weiter. Wir räumen das Appartement in Paris und verabschieden uns von unserem Park. Der Navi führt uns gut durch die Stadt. Wir haben überall Radwege und kaum Verkehr. Nach und nach lassen wir die Vororte hinter uns und treffen auf den Fluss Yerres, der halb von Seerosen bedeckt ist.
Gegen Nachmittag wird es richtig heiß, deshalb machen wir in einem Schnellrestaurant Pause.
Wir freuen uns als unser Weg wieder an die Seine führt. Das Thermometer zeigt 36 Grad. Ein See in Ufernähe bietet Spielgeräte im Wasser für Kinder und Wasserski für Erwachsene. Schwimmen ist leider nicht möglich.
Der angegebene internationale Radwanderweg am Ufer der Seine ist für uns in diesem Abschnitt nicht befahrbar. Wir drehen um, fahren zur Brücke zurück und auf der anderen Seite des Flusses auf eine Uferstraße, die wenig befahren ist. Als die Radwegbeschilderung auf den Eurovelo 3 hinweist, können wir schließlich doch noch einen schönen zum Großteil geteerten Uferweg nutzen. Wir treffen auf ein völlig überfülltes Strandbad für jedermann am Seineufer. Hier ist also Schwimmen im Fluss möglich.
Wir haben aber keine Zeit für einen Sprung ins Wasser, da wir 19:30 Uhr in unserem Quartier sein möchten.
An einem Campingplatz kaufen wir Wasser, um die leeren Flaschen wieder zu füllen. Leider haben wir unsere Übernachtung schon vorgebucht, sonst wären wir gleich dort geblieben.
Für uns heißt es da aber noch 30 km Radfahren bis zum geplanten Ziel. Dafür werden wir aber mit einem Appartement mit Garten direkt an der Seine belohnt. Morgen früh wollen wir mal reinspringen. Das Flusswasser sieht hier klar aus.
Fluß Yerres
Parc de l´Europe nahe Épinay sous Sénart
Schloß Nandy
Wir stoßen auf die Seine
Téléski Nautique (Wasserski)
Guter Radweg neben der Seine bei Bois-le-Roi
Welch eine Überraschung! Hier wird in der Seine gebadet !
die letzten 3 Tageskilometer verlaufen neben einer Zugstrecke
Sonntag, 11. August 2024
Unser letzter Tag in Paris (und der letzte Tag der Olympiade)
Christiane nimmt den Zug nach Versailles, um dort den Marathon der Frauen zu sehen. In Versailles sind die Athletinnen bei 23 km und kehren auf einem anderen Weg (mit der langen Steigung von 13 %) nach Paris zurück.
Hier ist noch eine große Führungsgruppe zusammen. Domenica Mayer folgt nach knapp 2 Minuten. Sie wird von Christiane speziell begrüßt und angefeuert, ebenso Laura Hottenrott, die etwas dahinter folgt. Es sind rund 80 Teilnehmerinnen aus verschiedensten Ländern auf der Marathonstrecke. Auch Afrika ist mit vielen Nationen vertreten.
Christiane kann mit dem selben Zug Nr. C zum Eiffelturm in die Stadt zurück fahren, um dort die Läuferinnen nochmals zu sehen. Überall stehen die Fans am Straßenrand und bejubeln die Athletinnen. Sie bleiben bis zur letzten Teilnehmerin, die denselben Applaus bekommt, wie die Führenden.
Helmut steht bei 41 km am Straßenrand und kann die Läuferinnen noch kurz vor dem Ziel beklatschen. Morgen setzen wir unsere Fahrradreise durch Frankreich fort, die uns wieder nach Deutschland zurück führen soll.
Paris 2024 mit den Olympischen Spielen hat nicht zu viel versprochen. Die Organisation und das Sicherheitskonzept waren perfekt. Die Nation hat sich selbst mit "allez les bleus" aber auch alle anderen begeistert gefeiert. Die Sportbegeisterung hat auch auf die Stadtteile mit ihren Aktionen und Kinderprogrammen gewirkt. Es war für uns etwas sehr Besonderes, den Sport hautnah mitzuerleben. Was wir nicht live sehen konnten, war hier über Livestream am Laptop gut zu empfangen.
8 Uhr Start der Marathonfrauen vor dem Pariser Rathaus
In Zielnähe gegen 10:20 Uhr:
Fans lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und spielen Karten -
jeden Moment können die Marathonläuferinnen vorbeikommen
die deutsche Teilnehmerin Hottenrott legt bei km 41 noch einen Sprint hin!
Afrika feiert in der Fangruppe
viele Fans freuen sich über die Platzierung ihrer Landsleute
Helmut freut sich ebenfalls über die schöne Atmosphäre während des Marathons
(im Hintergrund der Invalidendom, wo u.a. Napoleon begraben wurde)
deutsche Fans kurz vor dem Marathonziel
Samstag, 10. August 2024
Radeln durch Paris nach Versailles und weiter nach Westen zum See Saint Quentin
80 km (hin/rück)
Heute ist Marathontag. Da wollen wir dabei sein. Wir fahren um 6:45 Uhr mit den Fahrrädern los in Richtung Versailles. In Sevres können wir an der abgesperrten Laufstrecke entlang radeln. Hier treffen wir auf einen langgezogenen nicht enden wollenden Berg. Wir stellen die Räder ab. Helmut bleibt bei einer Fanzone mit Crêpes und Getränken. Christiane geht weiter den Berg hinauf. Kurz nach dem Gipfel sucht sie sich einen guten Stehplatz mit weitem Blick auf die Strecke. Eine große Gruppe von Belgiern hat sich hier ebenfalls eingefunden. Sie wurden mit dem Bus an diese Stelle gebracht.
Den Lauf Iive zu beobachten ist schon etwas ganz Besonderes. Der Äthiopier Tola läuft alleine an der Spitze. Man sieht ihm die Anstrengung an, dennoch läuft er leichtfüßig den steilen (13 % Steigung) Berg hinauf. Wir feuern alle Läufer an, die Deutschen mit der Fahne und rufen die Vornamen, aber auch alle anderen bis zum letzten Teilnehmer.
Als die Läufer durch sind, radeln wir noch entlang der Marathonstrecke bis zum Schloss Versailles. Dort entschließen wir uns spontan, das Schloss zu besichtigen.
Wir hatten geplant auch noch den See, den wir schon von einer früheren Fahrt kennen (dort in der Nähe fand der MTB Wettbewerb statt), zu besuchen und dort zu schwimmen. Das Wasser ist aber nicht vertrauenswürdig, Schwimmen ist im übrigen dort auch verboten.
Die Rückfahrt zieht sich in die Länge, da die Sperrungen nicht nur für Autos sondern auch für Fahrräder den Weg behindern. Für den Abend ist ein Marathon für jedermann geplant, dafür sind 40000 Teilnehmer gemeldet, die anscheinend auch noch ausgelost werden mussten. Auch sie tummeln sich schon in der Stadt.
Ziemlich erschöpft kommen wir zu Hause an und essen noch die vom Vortag übrig gebliebenen Bohnen mit Kartoffeln.
Der Äthiopier Tola gewinnt den Lauf, ein in Somalia geborener Belgier wird Zweiter, die Bronzemedaille geht an Kenia.
die Marathonstrecke - wir stehen bei km 30
8 Uhr - Start des Marathons mit über 70 Teilnehmer
der Äthiopier Tola am Berg bei km 29
Christianes Deutschlandfahne ist rechts im Bild zu erkennen
Das Schloß in Versailles ...
... mit dem berühmten Spiegelsaal
Blick auf den Schlossgarten -
am oberen Rand sind die Tribünen für die Reiter/Pferd Wettkämpfe zu sehen
wir reihen uns in den Touristenstrom ein und sehen uns viele imposante Räume an
dann radeln wir zum See Quentin, wo leider Schwimmverbot besteht
Viele Ausflügler grillen hier am See ... aber schwimmen?
... darauf kommt nur Christiane !
wir stärken uns auf einer Bank und schauen diesen jungen Leuten zu beim Kräftemessen
auf dem Rückweg bewundern wir noch das Rathaus von Versailles ...
... und natürlich diese Radkonstruktion mit Anhänger,
in dem 3 Personen sitzen!
Freitag, 9. August 2024
Vormittags gemütlich übers Internet Freiwasserschwimmen (Männer, 10km) in der Seine angeschaut. Nachmittags Helmuts Radtour in die Pariser Innenstadt zum Rodin Museum
22 km (hin/rück)
Wir kommen um 5:30 Uhr nicht aus dem Bett und entschließen uns über Livestream den Schwimmwettbewerb zu folgen. Mittags hat Christiane ihr eigenes Sportprogramm, sie genießt die Joggingrunden im Nachbarpark. Helmut schwingt sich auf den Drahtesel und schaut sich die Skulpturen des berühmten Bildhauers Rodin an. Paris haben wir nun schon etliche Male mit den Rädern durchquert und oft andere Straßen gewählt. Ohne Metrobenutzung lernt man diese tolle Stadt gut kennen und die vielen Radwege schätzen. An jeder Ecke sind Sehenswürdigkeiten zu bewundern und die Olympiade hat ihre Spots für die Wettkämpfe schön verteilt über die ganze Stadt. Das Radeln erfordert allerdings höchste Konzentration, da viele Touristen sich Elektroräder ausleihen und mit den Kamikaze Rollernutzern sich in der Geschwindigkeit zu überbieten versuchen. Soweit zu akzeptieren. Aber was wir überrascht zur Kenntnis nehmen, ist oft das Negieren der roten Ampeln. Gefühlt alle 15 Minuten hört man die Sirenen der Polizei ... aber erstaunlicherweise nicht für Unfälle, sondern zum Begleiten der Olympia VIPs oder Politiker :-))
Morgen freuen wir uns auf die Marathonläufer. Wir kombinieren Rad mit Metro und versuchen möglichst oft die Sportler anzufeuern.
Die beiden deutschen Langstreckenschwimmer (oben und unten)
7:30 Uhr beginnt das 10 km Freiwasserschwimmen.
Wir haben es nicht geschafft, um 5:30 Uhr aufzustehen und verfolgen den
Wettkampf im Internet (Livestream).
Ex Triathlet Frodeno kommentiert die Sendung des ZDF
bis zur 3.Runde wechselt sich Florian Wellbrock mit dem
Ungarn Rasovszky an der Spitze ab
gelbe Karte für einen Franzosen wegen Behinderung
die Getränke hängen an der Angel mit Nationalfähnchen
Wellbrock greift sich die Flasche, schwimmt dabei kurzzeitig auf dem Rücken
japanischer Zuschauer
Deutsche Wasserballer aus Magdeburg unter den Zuschauern
Oliver Klemet schlägt als 2.Gesamtsieger ans Dashboard,
er hat Wellbrock in der 4.Runde überholt.
Wellbrock wird 8. in der Gesamtplatzierung
nachmittags radelt Helmut zum Rodin Museum
rechts im Bild die berühmte Denkerskulptur-
Kopien davon gibt es in vielen Städten, auch in Lübeck.
Hier war Helmut vor 40 Jahren mit seinem leider im letzten Jahr
verstorbenen Freund Sidigullah
der Kuss, Marmor, 1888-1898
Bürger von Calais, Gipsgruppe, 1885
Titanen auf dem Podest, Keramik emailliert
Donnerstag, 8. August 2024
Radtour in die Pariser Innenstadt, 20 km (hin/rück)
Verfolgen des Freiwasserschwimmens (Frauen, 10km) in der Seine
Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, denn wir wollen ja einen guten Platz zum Zuschauen finden. Es ist ruhig am Morgen in Paris und wir können ungestört von Fahrrädern, Fußgängern oder Autos zur Seine radeln. Die Invalidenbrücke und auch die Almabrücke sind beide gesperrt. So suchen wir einen Platz am Fluss, wo wir auch die Videowand im Blick haben.
Die Schwimmerinnen haben flussabwärts einen gewaltigen Speed, flußaufwärts schwimmen sie auf der Gegenseite des Flusses direkt an der Kaimauer, um der Strömung soweit als möglich aus dem Weg zu gehen. Da müssen wir laut schreien, um die Sportlerinnen anfeuern zu können. Es sind 6 Runden von je 1,6 km zu absolvieren. In der letzten Runde hat sich das Feld auf 3 Gruppen und ein paar völlig abgeschlagene einzelne Schwimmerinnen verteilt. Wer hier keine Gruppe hat, kämpft nur noch verzweifelt gegen die Strömung. Leonie Märtens, die Schwester des Olympiasiegers Lukas Märtens, hat dieses Los getroffen. Sie erreicht den 22. Platz und wird zumindest nicht letzte Teilnehmerin.
Die Niederländerin Rouwendaal, die in Magdeburg wohnt und trainiert, gewinnt das Rennen vor der Australierin Johnson und der Italienerin Taddeucci.
Die Deutsche Leonie Beck kann sich in der 2.Verfolgergruppe halten und wird Neunte.
Wir hoffen, dass die Athletinnen trotz des langen Schwimmens in dem belasteten Flusswasser gesund bleiben.
Danach besuchen wir das Keller-Schwimmbad, das nicht weit weg ist. Es ist nicht im Keller sondern hat den Namen von einem Ingenieur namens Keller. Wir wollen selber auch noch schwimmen.
Mittagessen gibt es heute bei Monoprix. Dort kann man sich selbst einen gemischten Salat aus einer großen Auswahl zusammenstellen.
Zu Hause freuen wir uns über das Relive vom Synchronschwimmen von gestern und Beachvolleyball der deutschen Herren. Die Direktübertragung der Duette im Synchronschwimmen können wir leider nicht über Livestream empfangen.
Start des 10 km Schwimmens um 7:30 Uhr ! 18 Grad Luft, 20 Grad Wassertemperatur
ein Hauen und Stechen, gegenseitiges Umarmen und Treten - zumindest in den ersten Minuten... zusätzlich Berührung mit den Pflanzen, die starke Strömung und die schlechte Wasserqualität
das rote Feld ist der Austragungsbereich des Schwimmens
neben unserem Verfolgen der Schwimmer in der Seine,
konnten wir auch im Monitor die Athleten über einen längeren Zeitraum sehen ...
das Seineufer ist heute gut besucht ! (Foto oben und unten)
die 3 Siegerinnen
diese Niederländerin (hier noch bei der Vorstellung) gewinnt später die Goldmedaille -
lustig war, dass Helmut direkt neben niederländischen Touristen stand
und Glückwünsche aussprechen konnte :-))
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